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Medizin

Neue Studie lässt Verbrennungsopfer hoffen

Mittwoch, 18. Juli 2012

Cincinnati – Ein gepulster Farbstoff-Laser kann die bei einer Verbrennung entstandenen Narben optisch verschönern. Durch diese Technik wird die Haut elastischer und das Gewebe stabiler. Das haben Wissenschaftler der University of Cincinnati heraus­gefunden und im Fachjournal Dermatology Surgery (doi: 10.1111/j.­1524-4725.­2012.02451.x) publiziert.

Für die Behandlung von Verbrennungswunden gibt es von der symptomatischen Thera­pie bis hin zur operativen Spalthauttransplantation derzeit viele Behandlungs­möglich­keiten. Wie der Erstautor und Leiter der Studie, Kevin Baily, erklärt, kommen viele dieser Therapieformen derzeit zum Einsatz und oftmals entscheide der individuelle Fall und die Expertise des behandelnden Arztes darüber, welche Methode letztendlich angewendet würde. Dennoch halten die Autoren die Effektivität des Farbstoff-Lasers für vielver­sprechend.

Für ihre Studie untersuchten sie Kinder, deren Haut an unterschiedlichen Stellen verbrannt und bereits mit einem Transplantat abgedeckt war. Während sie auf der gesamten Wunde eine sogenannte Kompressionstherapie anwendeten, führten sie nur bei der einen Hälfte der Narbe eine Behandlung mit einem gepulsten Farbstofflaser im Intervall von sechs Wochen bis zur Heilung durch.

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Daraufhin schauten sich die Autoren den Heilungsverlauf der Wunden genauer an und nutzten dazu eine hochauflösende Fotokamera, einen 3-D-Laserscan der Hautober­fläche sowie standardisierte Verfahren, um die Elastizität und Gewebestabilität der Haut zu prüfen.

Sie kamen zu dem Ergebnis, dass sich die Kombination aus einer Kompressionstherapie mit der Laserbehandlung als vorteilhaft gegenüber einer alleinigen Kompressions­therapie erwies. Denn die Wundhälfte mit der Kombinationsbehandlung erwies sich schon nach zwei bis drei Sitzungen als wesentlich elastischer und stabiler und zeigte weniger erythematöse Stellen als die andere Hälfte.

Auch in dem objektivierbaren sogenannten Vancouver Scar Scale (VSS) zeigten sich Verbesserungen nach der Lasertherapie. Dabei waren diese Stellen besser durchblutet, biegsamer, dicker und zeigten eine gesündere Hautfarbe.

Für die Wissenschaftler aus Cincinnati ist die Erkenntnis wichtig, mittels Laser die Erytheme schneller beseitigen zu können und rascher die für die Haut notwendigen, biomechanischen Eigenschaften wiederherzustellen und gleichzeitig die Optik zu verbessern. Das verbessere die Lebensqualität der Patienten, hieß es aus der Arbeitsgruppe. © hil/aerzteblatt.de

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