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Tropenkrankheit Chagas kommt auch in Europa vor

Donnerstag, 19. Juli 2012

Chemnitz – Die Tropenkrankheit Chagas spielt in der Forschung und der Klinik in Deutschland bislang eine untergeordnete Rolle, obwohl sie auch in Europa vorkommt und weltweit rund zehn Millionen Menschen erkrankt sind. Das kritisiert die Fraunhofer-Gesellschaft.

Die Chagas-Krankheit ist eine Parasitose, die der Einzeller Trypanosoma cruzi hervor­ruft. Insekten und verunreinigte Bluttransfusionen übertragen die Erreger auf den Menschen. Außerdem übertragen Mütter sie auf ihre Embryos. Weltweit sind rund zehn Millionen Menschen infiziert – hauptsächlich in Mittel- und Südamerika sowie in Teilen der USA. „Durch Touristen oder Einwanderer gelangt die Krankheit inzwischen auch nach Europa“, hieß es aus der Fraunhofer Gesellschaft.

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Die akute Phase der Erkrankung beginnt nach vier Wochen und kann ebenso lange andauern. Allerdings zeigen nur rund 30 bis 40 Prozent der Betroffenen charak­teristische Symptome wie lokalen Rötungen, Schwellungen im Wundbereich, Fieber oder Übelkeit. Nach einer mitunter jahrelangen symptomfreien Phase kann es zu einer weiteren oft tödlich verlaufenden Krankheitsphase kommen.

Unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Elektronische Nanosysteme in Chemnitz soll jetzt ein Europäisch- Brasilianisches Konsortium einen Vor-Ort-Test entwickeln, der die Infektion schnell und zuverlässig erkennt. Wissenschaftler aus acht europäischen und fünf brasilianischen Forschungseinrichtungen und Firmen beteiligen sich daran. © hil/aerzteblatt.de

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