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Magen-OPs für Adipöse: DAK greift Ärzte an

Donnerstag, 19. Juli 2012

Hamburg – Die Zahl der sogenannten bariatrischen Operationen ist seit 2008 um 60 Prozent gestiegen und hat im vergangenen Jahr einen Rekord erreicht. Das berichtet die Deutsche Angestellten Krankenkasse DAK nach einer Auswertung ihrer Versicherten­daten.

2011 verzeichnete die Kasse bundesweit 647 Operationen mit Magenband, Magenballon oder Magenverkleinerung. 2008 waren es 406 Fälle. Von 2010 auf 2011 gab es einen Anstieg um sieben Prozent, der sich auch in diesem Jahr fortsetze: Im ersten Quartal 2012 registrierte die DAK bereits 193 Eingriffe. Die Gesamtkosten für die Behandlungen der Patienten kletterten von 2008 bis 2011 um 115 Prozent auf 4,4 Millionen Euro.

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„Die seit Jahren steigenden Zahlen von Operationen bei Patienten mit Adipositas sind ein deutliches Warnsignal“, sagte der DAK-Krankenhausbeauftragte Peter Rowohlt und kritisierte insbesondere die Ärzte: „Es stellt sich die Frage, ob alle Betroffenen frühzeitig und umfassend über mögliche Alternativen und lebenslange Konsequenzen aufgeklärt wurden“, sagte er. Durch eine bessere Zusammenarbeit von Krankenhausärzten, Ernährungsberatern und Psychologen ließen sich zahlreiche Eingriffe verhindern. © hil/aerzteblatt.de

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barabasch-riedel
am Freitag, 20. Juli 2012, 11:36

DAK und die Bariatrie

Na, das gefällt mir doch ! Zeigt diese Meldung doch das Dilemma auf - 1) was ist Wissen-Schaf(f)t und 2) was ist die Wahrheit und das mündet immer letztlich ein in 3) Wer bezahlt's. Lese ich meine Adipositas-Gesellschaft-Mitteilungen, meine diabetologischen Mitteilungen, meine themenspezifischen Mitteilungen zu diesem bariatrischen Thema aus chirurgischer Feder, daa wird dort mitgeteilt (durchaus nicht im Hurra-Sinne) dass es eine sinnfällige Methode am ziemlichen Ende einer Fahnenstange ist. Ich gehe davon aus, dass die Kollegenschaft auch dem gemäß handelt (ich selber in 3 Jahren 5 Patienten - davon einer mit 185 kilo postoperativ verstorben). Am Ende bleibt die Aussage als Aufforderung an die DAK zum Papier der DAK unter all diesen Gesichtspunkten: Dann sei, vredammt nochmal so ehrlich und mutig und übernehme als DAK nicht mehr die Kosten dieser Operation (die nur nach Kostenübernahme durchgeführt wird) und hör' endlich mit diesem absolut unqualifizierten und Sinn losen ÄrztInnen-Bashing auf ! Es ist ja soo leicht zu fordern und nichts selber zu tun ! Die DAK ist in diesem Fall eindeutig jene Stelle, die ihr eigenes Jammern zuvor in ihren eigenen Hönden hält: keine Kostenzusage. Die DAK hat ja dann auch alle Möglichkeiten die Kosten des anderen - DAK-OP-freien - zu kalkulieren. So läuft dann Wettbewerb und Kostentransparenz und Ökonomie - aber nicht mit der Schelte auf "die Ärzte"
Richard Barabasch
LNS

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