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Biodatenbank: Mehr Wissen über Proteine

Freitag, 20. Juli 2012

Bochum – Das Medizinische Proteom-Center der Ruhr-Universität Bochum arbeitet an der Analyse und Identifikation von Proteinen und untersucht die zellulären Verän­derungen, die bei Erkrankungen auftreten. Bisher entstand dabei eine Datenflut, die zu groß war, um sie sinnvoll zu verwalten. Eine Wissensdatenbank namens CentraXX, auf die das MPC in einer Kooperation mit der Kairos GmbH jetzt Zugriff hat, soll das Problem lösen.

Ziel ist es, die Gesamtheit aller Proteine des Gewebes einer Person zu einem festgelegten Zeitpunkt zu bestimmen. Diese Proteinmuster sollen als Biomarker den Vergleich von jungem und altem, gesundem und krankem Gewebe ermöglichen. Dadurch kann man Krankheitszustände besser erkennen und zielgerichteter Behandlungs­maßnahmen entwickeln. CentraXX soll den Umgang mit den so gewonnenen Informationen vereinfachen.

Das IT-System erfüllt zwei Aufgaben: Einerseits dient es der Koordination aller beteiligten Ärzte. Diese können die Patientendaten an einer zentralen Stelle einpflegen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufrufen. Die Identitätsmerkmale des Betroffenen werden hierbei durch Pseudonyme ersetzt. Andererseits hilft das System bei der Entscheidung für die richtige therapeutische Maßnahme. Sämtliche gespeicherten Informationen liefern hierzu die nötige Wissensbasis.

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Derzeit setzt das Institut die Datenbank bei zwei Projekten ein: PROFILE und ParkCHIP, beide finanziert vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. PROFILE befasst sich mit akuten und chronischen Leberkrankungen. ParkCHIP hingegen dient der Entwicklung eines Testverfahrens für das Parkinson-Syndrom. Es geht darum, eine bessere Früherkennung zu ermöglichen, Kosten im Gesundheitssektor zu senken und unnötige Transplantationen zu verhindern. © EB/aerzteblatt.de

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