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Möglichkeiten zur beruflichen Wiedereingliederung zu wenig genutzt

Freitag, 27. Juli 2012

dpa

Hamburg – Auf die Möglichkeit der stufenweisen Wiedereingliederung in das Berufsleben nach einer längeren Krankheitsphase hat die Techniker Krankenkasse (TK) hinge­wiesen. „Der Patient kann ausprobieren, was er leisten kann, ohne den Druck zu haben, sofort wieder voll einsatzfähig sein zu müssen“, erläuterte Inken Holldorf, Krankengeld-Expertin bei der TK.

Allerdings nutzten zu wenige Arbeitnehmer diese Möglichkeit. 2011 hätten rund 27.000 TK-Versicherte bundesweit davon Gebrauch gemacht. Das entspreche 15 Prozent der Langzeitkranken. In Berlin lag die Quote mit neun Prozent am niedrigsten, in Baden-Württemberg mit 19 Prozent am höchsten. „Der Übergang von krank zu gesund ist fließend. Deshalb würden wir uns wünschen, dass noch mehr Langzeitpatienten diese Chance nutzen würden, um die eigene Belastungsfähigkeit zu testen“, so die TK-Expertin.

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Dafür erstelle der Arzt mit dem Patienten zusammen einen Wiedereingliederungsplan, der genau festlege, über welchen Zeitraum er wie viele Stunden arbeiten könne. Diesen Plan erhalten Arbeitgeber und Krankenkasse. „Zunächst arbeitet der Mitarbeiter nur wenige Stunden täglich. In den folgenden vier bis acht Wochen wird das Pensum bis zur vollen Arbeitszeit gesteigert“, erläuterte Holldorf.

Während der Wiedereingliederung gelte der Patient weiterhin als arbeitsunfähig, deshalb bekommt er in der Regel auch weiter Krankengeld. Nur wenn der Arbeitgeber sich freiwillig bereit erkläre, Lohn zu zahlen, oder Selbstständige Einnahmen erzielten, ruhe das Krankengeld oder werde entsprechend gekürzt. Krankengeld zahlen die gesetz­lichen Kassen wegen derselben Erkrankung für bis zu 78 Wochen innerhalb von drei Jahren.

© hil/aerzteblatt.de

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klausenwächter
am Samstag, 28. Juli 2012, 01:02

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