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Medizin

Späte Schwangerschaft schützt vor Endometriumkarzinom

Dienstag, 31. Juli 2012

Los Angeles – Eine Schwangerschaft nach dem 30. Lebensjahr senkt bei Frauen das Risiko, im späteren Leben an einem Endometriumkarzinom zu erkranken. Dies ergab eine Meta-Analyse im American Journal of Epidemiology (2012; doi: 10.1093/aje/kws129).

Mit etwa 11.300 Neuerkrankungen ist das Endometriumkarzinom in Deutschland das vierthäufigste Malignom der Frau. Die Häufigkeit nimmt in den Industrieländern zu, da die Risikofaktoren häufiger werden. Dazu zählen insbesondere beim dominierenden Typ-I-Endometriumkarzinom die frühe Menarche und die späte Menopause, die Kinder­losigkeit, die ebenso wie die Hormonersatztherapie die Lebenszeitexposition mit Östrogenen erhöht.

Auch die Risikofaktoren Adipositas und das PCO-Syndrom fallen wegen der Östrogen­produktion im Fettgewebe in diese Kategorie. Schwangerschaften sind ein bekannter protektiver Faktor, wobei die späten Schwangerschaften die größte Wirkung erzielen, wie das Epidemiology of Endometrial Cancer Consortium jetzt herausgefunden hat.

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Veronica Wendy Setiawan von der Keck School of Medicine in Los Angeles hat für ihre Meta-Analyse die Daten aus vier Kohorten und 13 Fall-Kontroll-Studien zusammen­gefasst. Die Gegenüberstellung von 8.671 Patientinnen mit der doppelten Zahl von Kontrollen ergab, dass die protektive Wirkung von Schwangerschaften mit dem 30. Lebensjahr einsetzt und dann pro Jahr um (relativ) 13 Prozent zunimmt.

Eine Frau, die nach dem 40. Lebensjahr noch einmal schwanger wird, erkrankt den Berechnungen des Consortiums zufolge zu 44 Prozent seltener an einem Endometrium­karzinom als eine Frau, die ihr letztes Kind mit 25 Jahren bekam. Interessanterweise war das Risiko auch für das Typ-2-Endometriumkarzinom vermindert, obwohl dieser Tumor als östrogenunabhängig gilt.

Dies könnte aber ebenso wie der fehlende Nachweis einer protektiven Wirkung bei Frauen afrikanischer Herkunft an der geringen Anzahl von Fällen in der Studie gelegen haben. © rme/aerzteblatt.de

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