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Medizin

Schlafmangel gefährdet Impfstoffwirkung

Mittwoch, 1. August 2012

Pittsburgh – Schlafmangel schadet dem Immunsystem. Eine mögliche Folge könnte der fehlende Aufbau einer Schutzwirkung nach einer Impfung sein, wie eine Studie in Sleep (2012; 35: 1063-1069) zeigt.

Der Psychologe Aric Prather von der Universität von Pittsburgh hat bei 125 Erwachsenen im Alter von 40 bis 60 Jahren die Antikörper-Antwort nach einer Hepatitis-B-Impfung untersucht. Alle Probanden waren, wie im Impfschema vorgesehen, dreimal geimpft worden. Bei 18 Probanden wurden dennoch keine protektiven Antikörpertiter erreicht.

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Den Grund sieht Prather im Schlafmangel der Probanden. Viele Impfversager hatten im Durchschnitt pro Nacht weniger als 6 Stunden Schlaf erhalten. Dies ging aus den Schlaf­tagebüchern hervor, die die Probanden nach den Impfungen geführt hatten. Bei einigen war die Schlafdauer auch mit sogenannten Aktigrafen gemessen worden. Diese kleinen Geräte, die am Armgelenk getragen werden, zeichnen Bewegungen auf.

Laut den Berechnungen von Prather erhöht ein Schlafmangel mit weniger als 6 Stunden Schlaf am Tag, das Risiko auf eine mangelnde Antikörperantwort auf die Impfung um den Faktor 11,5. Die Schlafeffizienz und die subjektive Erholung durch den Schlaf hatten dagegen keinen Einfluss auf die Wirksamkeit der Impfung.

Eine fehlende Antikörperreaktion könnte nach Ansicht von Prather auch erklären, warum Menschen mit zuwenig Schlaf anfälliger gegenüber Infektionen sind. Auch hier könnte es an den notwendigen Antikörpern fehlen. © rme/aerzteblatt.de

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