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Medizin

Kortison: Cushing zeigt kardiovaskuläres Risiko an

Mittwoch, 1. August 2012

London – Ein Cushing-Syndrom ist keine harmlose Begleiterscheinung einer Gluko­kortikoid-Therapie. Es signalisiert nach den Ergebnissen einer Kohortenstudie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2012; 345: e4928) vielmehr einen deutlichen Anstieg des kardiovaskulären Risikos.

Bei einer langfristigen Therapie mit Glukokortikoiden entwickeln viele Patienten die typischen Zeichen eines iatrogenen Cushing-Syndroms, erkennbar am „Vollmond­gesicht“, dem „Stiernacken“ und der abdominalen „Fettschürze“. Sie sind nicht nur die Folge einer ästhetisch unbefriedigenden Lipodystrophie, sondern Ausdruck einer schweren Stoffwechselstörung mit hohem Blutdruck, hohen Blutzucker- und Triglyzeridwerten, sowie einem niedrigen HDL-Cholesterin, die als kardiovaskuläre Risikofaktoren bekannt sind.

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Laurence Fardet vom University College London kann jetzt in einer Analyse britischer Krankenversichertendaten zeigen, dass Patienten mit einem iatrogenen Cushing-Syndrom dreimal häufiger kardiovaskuläre Folgekrankheiten wie Herzinfarkt, Herzinsuffi­zienz oder Schlaganfall entwickeln, als Patienten, die unter der Steroidtherapie kein Cushing-Syndrom entwickeln.

Gegenüber einer Gruppe von Patienten, die nicht mit Glukokortikoiden behandelt wurden, war das Risiko sogar vierfach höher. Fardet rät deshalb dringend dazu, Patienten mit iatrogenem Cushing-Syndrom regelmäßig auf kardiovaskuläre Folgekrankheiten hin zu untersuchen. © rme/aerzteblatt.de

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