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PET zur Alzheimer-Diagnostik in Leipzig eingeführt

Freitag, 3. August 2012

Leipzig – Ein neues Positronen-Emissions-Tomographisches (PET-) Verfahren zur Frühdiagnose und Diagnosesicherung von Alzheimer Demenz haben Nuklearmediziner jetzt am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) eingeführt. „Mit der PET können wir sehen, ob im Gehirn der Patienten Amyloid-Plaques vorhanden sind, noch bevor unumkehrbare strukturelle Veränderungen eintreten“, so Solveig Tiepolt, Ärztin an der Klinik für Nuklearmedizin am UKL.

Ärzte stellen die Diagnose Alzheimer häufig erst aufgrund deutlicher Symptome und damit meist erst, wenn die geschädigten Hirnzellen unwiederbringlich verloren sind. Die PET soll die Erkrankung bereits im Frühstadium sicher erkennen.

Seit Anfang Juli steht das bisher nur innerhalb von Forschungsprojekten angewandte Verfahren in der UKL-Nuklearmedizin allen Patienten zur Verfügung.

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Dazu erhalten die Patienten ein Radionuklid, das an β-Amyloid-Plaques im Gehirn anlagert und sie sichtbar macht. „β-Amyloid-Plaques werden schon 10-15 Jahre vor dem Auftreten von ersten Demenzsymptomen im Gehirn abgelagert, somit kann die Amyloid-PET helfen, die Diagnose Alzheimer-Erkrankung frühzeitiger und mit größerer Sicherheit zu stellen“, betont Osama Sabri, Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am UKL.

Dies wiederum ist wichtig für die Therapie: „Wir wissen, dass wir viel früher mit der Behandlung beginnen müssten, um erfolgreich sein und das gefährdete Hirngewebe vor der Zerstörung bewahren zu können“, erläutert Hermann-Josef Gertz, stellvertretender Direktor der Klinik für Psychiatrie am UKL. © hil/aerzteblatt.de

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