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S3-Leitlinie für bipolare Störungen erschienen

Freitag, 3. August 2012

Dresden – Eine neue Leitlinie auf S3-Niveau zur Diagnose und Behandlung sogenannter bipolarer – also manisch-depressiver – Erkrankungen hat die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden vorgestellt. Psychiater, Psychotherapeuten, Fachgesellschaften sowie Patienten- und Angehöri­genvertreter hatten fünf Jahre daran gearbeitet.

Die Darstellung beruht auf dem Konsens aller Beteiligten und berücksichtigt die wissenschaftlich belegten Effekte der unterschiedlichen Mittel der Versorgung. Neben den Beschreibungen zu Diagnose- und Auswertungsverfahren sowie den Empfehlungen zur medikamentösen wie psychotherapeutischen Behandlung stehen unterschiedliche Elemente der Selbsthilfe für die Betroffenen im Mittelpunkt der neuen Leitlinie.

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Sie empfiehlt den flächendeckenden Aufbau von Selbsthilfegruppen ebenso wie die Selbstbeobachtung der Betroffenen, zum Beispiel mit Hilfe eines elektronischen Stimmungskalenders. Zudem empfehlen die Autoren den Aufbau von Spezialam­bulanzen, um Diagnostik und Therapie von besonders schwer betroffenen Patienten zu verbessern.

„Mit der S-3-Leitlinie möchten wir allen Beteiligten eine Entscheidungshilfe anhand krankheitsspezifischer Informationen und Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie zur Verfügung stellen“, sagte Michael Bauer, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Dresdener Uniklinik. Etwa drei Prozent der Bevölkerung litten im Verlauf ihres Lebens an bipolaren Störungen. Häufig manifestierten sie sich bereits bei Jugendlichen oder bei jungen Erwachsenen. „Übergeordnetes Ziel jeder Behandlung ist es, die psychosozialen Fähigkeiten des Patienten auf einem möglichst hohen Niveau zu halten“, betonte er.

Initiiert durch die Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. wurde die S3-Leitlinie in einem gemeinsamen Projekt mit der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde sowie mit Unterstützung durch die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften entwickelt. Projektleitung und -koordination übernahm die Arbeitsgruppe um den Dresdner Klinikdirektor Bauer. © hil/aerzteblatt.de

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