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Trendgetränk Bubble Tea Gesundheitsrisiko für Kleinkinder

Freitag, 3. August 2012

dapd

Berlin – Vor der Aspiration von erdnussgroßen Stärkekügelchen im sogenanntem Bubble Tea hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Eltern von kleinen Kindern gewarnt. Bubble Tea hat sich zu einem Trendgetränk entwickelt, das vor allem bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt ist. Das bunte Getränk besteht aus gesüßtem grünen oder schwarzen Tee und wird mit Milch und Fruchtsirup versetzt. Als Besonderheit werden dem Getränk Kügelchen (Bubbles) aus Stärke zugesetzt, die mit einer süßen Flüssigkeit gefüllt sind. Bubble Tea wird mit einem breiten Strohhalm getrunken, durch den auch die Bubbles in den Mund gesaugt werden.

„Insbesondere bei Kindern bis zum Alter von vier Jahren besteht die Gefahr, dass sie versehentlich Fremdkörper in die Lunge schlucken“, warnte der BfR-Präsident Andreas Hensel. Er empfiehlt, Verkäufer von Bubble Teas sollten mit einem Warnhinweis auf mögliche Gefahren des süßen Trendgetränks aufmerksam machen.

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Bereits gestern hatte sich auch das Verbraucherschutzministerium für einen solchen Sicherheitshinweis ausgesprochen. Verbände und Lebensmittelkontrolleure sollen jetzt die Bubble-Tea-Anbieter veranlassen, möglichst einheitliche Warnhinweise gut sichtbar, leicht lesbar und verständlich anzubringen.

BfR und Ministerium betonten, dass bislang keine von Bubble Tea verursachten Komplikationen gemeldet worden seien. Das BfR bezeichnete sie als „jedoch vorhersehbar“.

Auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte warnt vor Bubble Tee für Kleinkinder. Die Kügelchen hätten eine kaugummiartige Konsistenz und ließen sich nicht zerbeißen, sagte der Verbandspräsident Wolfram Hartmann. Über die Bronchien in die Lunge gelangt, könnten die Kügelchen aus dem Tee eine Lungenentzündung auslösen.

Problematisch an Bubble Tea ist aber offenbar nicht nur die Aspirationsgefahr: Das Getränk enthält einem Schnelltest der Stiftung Warentest zufolge bis zu 30 Stück Würfelzucker pro Becher. Laut Stiftung Warentest ist Bubble Tea kein natürliches Teegetränk, sondern „ein künstlicher Softdrink mit synthetischen Farbstoffen und Aromen“.

Der FDP-Ernährungsexperte Hans-Michael Goldmann verlangte von der Wirtschaft eine klare Kennzeichnung von Bubble Teas. „Auch auf den hohen Zucker- und Koffeingehalt muss deutlicher hingewiesen werden“, forderte der Vorsitzende des Ernährungsausschusses des Bundestags.

Nach Angaben der Marktforschungsgesellschaft GfK wurde allein von Januar bis April dieses Jahres mit Bubble Tea ein Umsatz von 4,4 Millionen Euro erzielt. Ursprünglich stammt das Getränk aus Taiwan. © hil/aerzteblatt.de

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