NewsÄrzteschaftFalsches Foto auf der eCard ist nicht zwingend ein Behandlungshindernis
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Falsches Foto auf der eCard ist nicht zwingend ein Behandlungshindernis

Montag, 6. August 2012

dapd

Berlin – „Auch wenn auf der eCard ein falsches Foto ist, können die Ärzte die Behand­lung nicht verweigern. Und die Kosten gehen wie gewohnt zulasten der Kranken­kassen.“ Diesen Schluss zieht die Bundestagsabgeordnete Kathrin Vogler von der Fraktion Die Linke aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage.

Die zuständige Parlamentarische Staatssekretärin Ulrike Flach hatte erklärt, bisher seien kaum Meldungen von Ärzten bekannt, wonach Patienten falsch bebilderte Gesundheits­karten vorgelegt hätten. Dies habe eine Nachfrage beim Spitzenverband Bund der Krankenkassen ergeben. „Ist der Versicherte dem Arzt bekannt, weil er dort schon länger Patient ist, wird der Versicherte auf das falsche Bild aufmerksam gemacht und dann behandelt werden“, heißt es zu den Abläufen weiter. Sonst sei der Arzt nach den Regelungen des Bundesmantelvertrags nicht zwingend dazu verpflichtet, die Identität des Versicherten zu überprüfen, beispielsweise mit Hilfe eines Personalausweises.

Eine entsprechende Anlage zum Vertrag sieht aber ergänzend vor, dass ein Arzt nach zehn Tagen eine Privatvergütung für eine Behandlung verlangen kann, sofern die Identität eines Versicherten nicht zu bestätigen war. Diese ist zurückzuzahlen, wenn bis Ende des betreffenden Quartals eine gültige Versichertenkarte vorgelegt wird. Der Bundesmantelvertrag verpflichtet Ärzte zugleich, im Fall eines Verdachts auf einen Kartenmissbrauch die zuständige Krankenkasse zu informieren, und berechtigt sie zudem, die Karte einzuziehen. © Rie/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #110206
kairoprax
am Dienstag, 7. August 2012, 14:30

wehret der E-Card

Die E-Card ist der Fehler.
Jedwedes Photo darauf ist Kokolores.
Man sollte statt des Paßphotos einen Aufkleber "Vorsicht, die Benutzung dieser Kartze führt zu Datenmißbrauch!" anbringen, ähnlich wie das ja - ebenso erfolglos - auf den Zigarettenschachten üblich ist.

Dr.Karlheinz Bayer
LNS

Nachrichten zum Thema

4. Dezember 2020
Berlin – Kleine, aber nicht unwichtige Fortschritte habe man bezüglich der Einführungs- und Übergangsfristen sowie weiteren Regelungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung erzielt, betonte Thomas
Kriedel sieht Fortschritte bei Regeln für Digitalisierung
4. Dezember 2020
Berlin – Der ursprüngliche Startermin der elektronischen Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung (eAU) hat sich noch einmal verschoben. Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband haben sich
AU-Bescheinigung bis September 2021 weiter auf Papier
2. Dezember 2020
Berlin – Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS, früher BVA) stärkt den Krankenkassen im Streit mit dem Bundesdatenschutzbeauftragen Ulrich Kelber (SPD) über die Datensicherheit bei der
Aufsicht stärkt Krankenkassen im Streit mit Datenschützern den Rücken
30. November 2020
Frankfurt am Main – 40 Prozent der Hausärzte sind derzeit nicht bereit, Gesundheits-Apps zu verschreiben. Das geht aus der Erhebung „Die Sicht niedergelassener Ärzte in Deutschland auf die
Viele Ärzte beim Verschreiben von Gesundheits-Apps zurückhaltend
30. November 2020
Bonn – Die Telekom hat die notwendige Zulassung durch die Gematik für ihren Tele­ma­tik­infra­struk­turfachdienst Kommunikation im Gesundheitswesen (KIM) erhalten. Nun soll einem Feldtest der Austausch von
Telekom startet Feldtest für digitale Kommunikation per KIM
26. November 2020
Berlin – Um sich mit der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) verbinden zu können, benötigen Ärzte Konnektoren. Die dafür notwendigen Stammzertifikate sind aber nicht dauerhaft gültig. Das verdeutlicht eine
Ablauf von Zertifikaten: Regierung will Austausch von Konnektoren verhindern
26. November 2020
Düsseldorf – Das „Virtuelle Krankenhaus“ genannte Telemedizin-Netzwerk in Nordrhein-Westfalen (NRW) erhält für die kommenden drei Jahre eine Förderung von insgesamt zwölf Millionen Euro. Das teilte
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER