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Elektronische Pillen: Nachrichten an das Smartphone

Dienstag, 7. August 2012

Washington – Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat erstmals in Medikamente eingebrachte Mikrochips zugelassen, wie der Nature News Blog berichtet. Ein Sensor in der Größe eines Sandkorns, der aus Silizium sowie Spuren von Kupfer und Magnesium besteht und mit einer Tablette eingenommen wird, erzeugt eine leichte Spannung, sobald er in Kontakt mit Verdauungssäften kommt. Dadurch wird ein Signal an die Hauptoberfläche gesendet, das über ein Pflaster an ein Smartphone mit entsprechender Empfangs-App übertragen wird.

Mit diesem Verfahren können Ärzte kontrollieren, ob die Patienten ihre Medizin ordnungsgemäß einnehmen und wie sie darauf reagieren, um beispielsweise bei Unregelmäßigkeiten einzuschreiten oder die Dosis beziehungsweise das Medikament  anzupassen. Dies ist zum Beispiel wichtig in kritischen Fällen, in denen das Leben der Patienten von einer regelmäßigen Medikamenteneinnahme abhängt - etwa nach Organtransplantationen.

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Hersteller der Chips ist das US-Unternehmen Proteus Digital Health. Derzeit ist der Einsatz noch auf Placebos beschränkt. Das Unternehmen rechnet jedoch damit, dass das Verfahren demnächst für verschiedene Medikamente genehmigt wird, etwa zur Behandlung von Diabetes mellitus und anderer chronischer Erkrankungen.

Einige Experten gehen davon aus, dass die orale Einnahme von Mikrochips künftig eine Alternative etwa zu Bluttests und bildgebenden Verfahren darstellen könnte und auch zur kontrollierten Freisetzung von Medikamenten im Körper geeignet ist. © KBr/aerzteblatt.de

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