Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Alzheimer: Zweite Studie zur Antikörpertherapie abgebrochen

Dienstag, 7. August 2012

New York – Die US-Firmen Johnson & Johnson und Pfizer haben bekannt gegeben, dass sie die klinische Entwicklung des Alzheimer-Medikaments Bapineuzumab einstellen. Der monoklonale Antikörper, der die Beta-Amyloide aus dem Gehirn der Demenz-Patienten entfernen sollte, hat auch in einer zweiten Phase-III-Studie die Erwartungen nicht erfüllt.

In der ersten Studie war Bapineuzumab an über tausend Patienten mit Placebo verglichen worden, die Träger des genetischen Risikomarker ApoE4 sind. Vor drei Wochen wurde bekannt, dass Bapineuzumab in dieser Gruppe das Fortschreiten der milden bis mittelschweren Demenz nicht verhindern konnte.

Jetzt teilten die beiden Firmen mit, dass Bapineuzumab auch bei Patienten ohne ApoE4 wirkungslos geblieben war. An der zweiten Studie hatten erneut mehr als tausend Patienten teilgenommen. Wie in der ersten Studie war keine Verbesserung in den kognitiven und funktionellen Leistungen der Patienten erkennbar. Es traten allerdings auch keine Sicherheitsprobleme auf.

Johnson & Johnson und Pfizer wollen deshalb eine weitere Studie fortführen, in der Bapineuzumab im Gegensatz zu den beiden beendeten Studien nicht intravenös, sondern subkutan appliziert wird. Endpunkt sind die Veränderungen des Gehirns in bildgebenden Verfahren. Es geht also mehr um das Verständnis der Wirkung (oder der Wirkungslosigkeit) als um die Vorbereitung einer Medikamentenzulassung, die mit den beiden gescheiterten Studien nicht mehr in Sicht ist.

© rme/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

16.05.17
Untergewicht wahrscheinlich kein Auslöser für Demenz
Kopenhagen – Ein zu niedriges Körpergewicht scheint kein direkter Auslöser einer Demenz zu sein. Davon gehen Forscher der Universität Kopenhagen aus, die mit Arbeitsgruppenleiterin Ruth Frikke-Schmidt......
03.05.17
Chicago – Wie sensibel Menschen auf degenerative Schädigungen des Gehirns reagieren, könnte von der genetischen Prädisposition abhängen. Forscher des Rush Alzheimer’s Disease Center um David Benett......
24.04.17
Framingham-Studie sieht Süßstoff als Schlaganfall- und Demenzrisiko
Boston – Zwei neue Analysen der Framingham Heart Studie stellen die Sicherheit von Süßgetränken infrage, vor allem wenn sie mit künstlichen Süßstoffen versetzt sind. Laut einer Publikation in Stroke......
19.04.17
Berlin – Mit einem Projekt „Wissenstransfer: Demenzsensibles Krankenhaus“ engagiert sich der Deutsche Evangelische Krankenhausverband für demenzsensible Strukturen in Krankenhäusern. Schirmherr des......
19.04.17
Hamm/Winterberg – Ein Krankenhaus in Winterberg muss etwa 93.300 Euro Schadenersatz für eine demente Patientin zahlen, die aus dem Fenster geklettert und in die Tiefe gestürzt war. Wie das......
13.04.17
Kuopio – Psychische Störungen erhöhen das Risiko für eine Alzheimererkrankung eher nicht. Die Tatsache, dass vor der Diagnose einer Alzheimererkrankung vermehrt psychiatrische Störungen diagnostiziert......
11.04.17
Exeter – Rehabilitationsmaßnahmen sind nicht nur nach Unfällen oder akuten Erkrankungen wichtig, sondern auch bei Demenzkranken. Für eine Stärkung der Rehabilitation in der Versorgung von dementen......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige