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AOK warnt vor rücksichtslosem Umgang mit eigener Gesundheit am Arbeitsplatz

Mittwoch, 8. August 2012

dpa

Berlin – Immer mehr angestellte Arbeitnehmer arbeiten ohne Rücksicht auf ihre eigene Gesundheit. Davor hat der AOK Bundesverband gewarnt. Das Phänomen sei bei Freiberuflern und Selbstständigen schon länger bekannt, immer öfter komme diese Art von Rücksichtslosigkeit gegenüber sich selbst auch bei Angestellten vor, so die Krankenkasse.

Laut AOK sind Menschen eher bereit, aus eigenem Interesse sich selbst auszubeuten und teilweise unbemerkt die eigene Gesundheit zu gefährden, je mehr die eigene Arbeit am Erfolg oder Misserfolg gemessen wird. Experten sprächen hier von der „interessierten Selbstgefährdung“.

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„Solche Phänomene gab es auch in der Vergangenheit, zum Beispiel aufgrund einer hohen Identifikation mit dem Unternehmen“, erklärte Andreas Krause, Professor für Angewandte Psychologie an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Allerdings würden Mitarbeiter zunehmend keinen Weg zur Veränderung finden, selbst dann, wenn sie ein solches Problem erkannt hätten.

Die Ursachen liegen laut Krause oft in der Dynamik neuer Managementkonzepte, wie sie nicht nur in der Privatwirtschaft, sondern auch in Non-Profit-Organisationen und der öffentlichen Verwaltung eingesetzt werden. Durch die Orientierung an Benchmarks, unternehmensinterne Konkurrenzverhältnisse oder Androhung der Schließung von Werksteilen bei Nichterreichung von Renditezielen werden marktförmige Verhältnisse in die Unternehmen getragen.

„Während der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens früher eine reine Management­aufgabe war, rechnen nun auch abhängig Beschäftigte bei all ihren Aktivitäten mit, ob sich das, was sie gerade tun, für das Unternehmen auszahlt“, erklärte der Wissenschaftler.

© hil/aerzteblatt.de

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