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Steigende Zahl von Demenzkranken stellt Kliniken vor Probleme

Donnerstag, 9. August 2012

Köln – Das Thema Demenz wird für Krankenhäuser die Herausforderung der Zukunft sein. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) im Vorfeld ihrer Jahrestagung Mitte September hingewiesen. Laut DGG wird ab 2020 jeder fünfte Krankenhauspatient unter einer Demenz leiden.

„Aber die Akutkrankenhäuser in Deutschland sind bisher auf die Behandlung und Pflege von Demenzkranken nicht eingestellt“, kritisierte DGG-Präsident Werner Hofmann. Nur rund sechs Prozent der Patienten kommen der Fachgesellschaft zufolge wegen ihrer Demenzerkrankung primär in die Klinik, die meisten von ihnen müssten wegen ursächlicher Körper-Erkrankungen in stationäre Behandlung.

Die Demenz komme häufig begleitend dazu. „Der Demenzkranke reagiert auf die fremde Umgebung, die Hektik der Notaufnahme, den gedrängten Zeitplan, auf das Blutabnehmen und andere unangenehme Untersuchungen häufig mit Angst, Unruhe und Wutausbrüchen“, erklärte Hofmann. Ärzte und Pflegekräfte in den Kliniken seien damit oft überfordert, die Notaufnahme werde „aufgemischt“. © hil/aerzteblatt.de

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