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Ärzteschaft

Montgomery kritisiert Entwurf der PID-Verordnung als unausgegoren

Montag, 13. August 2012

Berlin – Der Präsident der Bundesärzte­kammer, Frank Ulrich Montgomery, hat sich dafür ausgesprochen, die Präim­plan­ta­tionsdiagnostik klar zu begrenzen. Den PID-Verord­nungs­entwurf aus dem Ge­sund­heits­mi­nis­terium bezeichnete er dagegen im Interview mit der WAZ-Gruppe als „ ausgesprochen schwach und unausgegoren“. Hier müsse noch sehr viel nachgebessert werden.

„Wir brauchen eine Obergrenze für die Anzahl der PID-Zentren in Deutschland“, sagte Montgomery. In Frankreich gebe es jeweils ein Zentrum im Norden, eines in der Mitte und eines im Süden des Landes. Daran solle man sich orientieren. „Denkbar wäre auch eine Beschränkung für die Anzahl der PIDs, die ein Zentrum durchführen darf“, schlug der Montgomery vor.

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Gleichzeitig warnte er vor einem „Ethikkommissions-Tourismus“ und plädierte dafür, die Anzahl der Ethikkommissionen möglichst gering zu halten. „Es wäre gefährlich, wenn Betroffene am Ende zu dem Zentrum gingen, wo sie die geringsten Widerstände befürchten“, unterstrich er. Das könne weder Sinn der Verordnung noch Sinn eines geregelten PID-Verfahrens sein. © hil/aerzteblatt.de

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