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Ärzteschaft

Umfassende Kinderbetreuung soll Ärztemangel in Sachsen-Anhalt entgegenwirken

Montag, 13. August 2012

Magdeburg – Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) sowie die Stadt Wernigerode haben ihren Kooperationsvertrag zur Bekämpfung des Ärztemangels in der Region erweitert. In der neuen Vereinbarung verpflichtet sich die Kommune, Ärzte bei der Organisation der Kinderbetreuung gezielt zu unterstützen. „Bereits jetzt“, informierte der Oberbürgermeister Peter Gaffert, „bieten drei Kindertagesstätten der Stadt bei dienstlichem Bedarf eine Betreuung der Kinder bis 20:30 Uhr an.“

Nach Einschätzung der Kooperationspartner wächst die Attraktivität einer Stadt für  niederlassungswillige Mediziner in dem Maße, wie nicht nur die wirtschaftlichen Voraussetzungen und die Arbeitsbedingungen, sondern auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gegeben sind.

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Deshalb soll die enge Zusammenarbeit von Stadt und KVSA durch konkrete Unter­stützung im finanziellen und organisatorischen Bereich dazu beitragen, dass sich mehr junge Mediziner in der Region niederlassen. „Es ist sehr wichtig, dass wir noch näher an die Landkreise und Kommunen heranrücken, um gemeinsam auszuloten, wie wir jungen Kollegen zum Beispiel Wernigerode als ein attraktives Lebensumfeld nahebringen können“, unterstrich KVSA-Vorsitzender Burkhard John.

Gaffert erhofft sich von der neuen Vereinbarung „eine weiterhin gesicherte ärztliche Versorgung der Stadt und ihrer Ortsteile als wichtigen Faktor für Lebensqualität.“

Sachsen-Anhalt hat weiterhin mit einem zunehmenden Ärztemangel im hausärztlichen und in ausgewählten fachärztlichen Bereichen zu kämpfen. So sank die Anzahl der Hausärzte von 1.659 im Jahr 2000 auf 1.421 im Jahr 2011. Im Planungsbereich Wernigerode könnten sich laut KVSA derzeit 20 Hausärzte niederlassen. In ganz Sachsen-Anhalt sind es 406. © hil/aerzteblatt.de

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