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Ärzteschaft

Höhere Vergütung für Kardiologievertrag in Baden-Württemberg

Dienstag, 14. August 2012

Stuttgart – Der Facharztvertrag für Kardiologie in Baden-Württemberg soll durch eine höhere Vergütung attraktiver werden. Darauf hat der Medi Verbund hingewiesen. Demnach gilt ab Oktober eine Zusatzpauschale Hypertonie von 25 Euro sowie ein Diagnostikzuschlag von 20 Euro.

„Die Honorarverbesserung erhöht insgesamt die Fallwerte und macht den Vertrag dadurch noch attraktiver“, sagte Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von Medi Baden-Württemberg. Das komme insbesondere den Fachinternisten ohne Schwerpunkt zugute. „Wichtig ist, dass die vereinbarte Mehrvergütung nicht durch Umverteilung oder durch Einsparungen bei teilnehmenden Ärzten zustande kommt, sondern durch zusätzliches Geld von der AOK und der Bosch-BKK“, so Baumgärtner.

Die Hypertoniepauschale zielt laut Medi auf Patienten ab, bei denen die Behandlung beziehungsweise Mitbehandlung durch den Facharzt wegen Folgeerkrankungen einer Hypertonie medizinisch sinnvoll ist. Den Diagnostikzuschlag kann der untersuchende Arzt zusätzlich zur Grundpauschale einmal im Krankheitsfall abrechnen.

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Damit werde dem diagnostischen Aufwand bei der Abklärung der Erkrankungsursache noch besser Rechnung getragen, sagte Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesver­bands Niedergelassener Kardiologen, zur Vergütungsanpassung.

Die beiden Kassen betrachten die zusätzlichen Anreize für die teilnehmenden Ärzte als gut angelegtes Geld und weitere Investition in die Stärkung der ambulanten Versorgung ihrer Versicherten. „Gemeinsam mit unseren ärztlichen Partnern setzen wir den eingeschlagenen Erfolgsweg hin zu einer integrierten und strukturierten ambulanten Versorgung konsequent fort“, erklärte Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.

Der Facharztvertrag für Kardiologie hat mittlerweile rund 180 ärztliche Teilnehmer und mehr als 100.000 eingeschriebene Versicherte. © hil/aerzteblatt.de

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