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Mobile elektronische Patientenkurve ersetzt die Fieberkurve auf Papier

Donnerstag, 16. August 2012

Erlangen – Unhandliche, unüber­sichtliche und unleserliche Papier­mappen bei der Visite im Krankenhaus könnten bald der Vergangenheit angehören. Wie die papiergebundene Fieberkurve durch eine mobile digitale Version ersetzt werden kann, demonstriert die Advanova GmbH, ein Spin-off-Unternehmen der Universität Erlangen-Nürnberg, mit der elektronischen Patientenkurve „VMobil“.  Ein tragbarer Tablet-PC mit Stiftbedienung macht dabei wichtige Vitaldaten wie Blutdruck, Puls- und Temperaturwerte, Medikation und Behandlungsstatus des Patienten elektronisch nachvollziehbar und direkt am Patientenbett dokumentierbar – bedienerfreundlich und platzsparend.

Das Dokumentations- und Informationsverfahren ermöglicht eine effizientere und kostengünstigere Gesundheitsversorgung. Denn durch die digitalisierte Darstellung sind Anweisungen zu Behandlung und Medikation für jeden klar leserlich. Missverständnisse und Fehler werden vermieden. Nach Angaben der Entwickler lassen sich die Daten zudem nahtlos in bereits vorhandene klinische EDV-Systeme einspeisen. Zudem wird mit der neuen Technik Papier eingespart – je Station mit etwa 25 Betten veranschlagt das Unternehmen jährlich Einsparungen von 15.000 Euro.

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Durch spezielle Funktionen wie etwa Dosierungsvorschläge steuert das Programm den effizienteren Einsatz von Medikamenten. Die Software empfiehlt dabei Dosierungen nach vorher festgelegten Parametern, ersetzt aber nicht die ärztliche Behandlungsfreiheit. Die rechtliche Verantwortung bei der Medikamentenverordnung liegt nach wie vor beim Arzt.

Auf der onkologischen Station der Frauenklinik des Universitätsklinikums Erlangen ist die mobile elektronische Patientenkurve bereits seit 2008 erfolgreich im Einsatz. Inzwischen arbeiten weitere Stationen der Frauenklinik und auch die Kinderklinik damit. Die Oberflächenstruktur und Funktionsweise des Programms lässt sich an die Bedürfnisse der jeweiligen Kliniken anpassen und funktioniert auf Windows- und demnächst auch auf Android-basierten Endgeräten. © KBr/aerzteblatt.de

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