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Ausland

Brite scheitert mit Antrag auf assistierten Suizid

Donnerstag, 16. August 2012

London – Ein schwerstgelähmter Brite ist vor Gericht mit der Forderung nach einem Recht auf Suizid unter ärztlichem Beistand gescheitert. Laut dem Sender BBC wies der Oberste Gerichtshof am Donnerstag in London das Begehren des 58-jährigen Tony Nicklinson ab. Dafür wäre eine umfangreiche Gesetzesänderung nötig, hieß es zur Begründung. Nicklinson kündigte an, Berufung einzulegen. Seit einem schweren Schlaganfall 2005 ist er vom Hals abwärts gelähmt und kann sich nur durch einen Sprachcomputer verständigen.

Lordrichter Roger Toulson erklärte, die Entscheidung liege jenseits der Kompetenz seiner Behörde. Es sei nicht Sache des Gerichts, über eine mögliche Änderung des geltenden Rechts und eventuell nötige Schutzvorkehrungen zu befinden. Dies obliege dem Parlament als Vertretung der gesamten Gesellschaft.

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Beihilfe zum Suizid ist in Großbritannien ein Straftatbestand, der mit bis zu 14 Jahren Haft belegt werden kann. Obwohl mehr als 100 todkranke Briten in den vergangenen zehn Jahren ihr Leben in ausländischen Kliniken beendeten, wurde bislang niemand wegen Sterbehilfe strafrechtlich verfolgt. Im Februar 2010 gab die Staatsanwaltschaft neue Richtlinien zum Umgang mit solchen Fällen aus; dies führte bislang jedoch nicht einer Verurteilung. © kna/aerzteblatt.de

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