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Politik

Grüne fordern Warnhinweise auf Bubble Teas

Freitag, 17. August 2012

dpa

Berlin – ­ Die Bundesregierung will derzeit keine Warnhinweise für Bubble Tea einführen, die auf die Verschluckungsgefahr der enthaltenen „Bubbles“ bei Kleinkindern hinweist. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis90/Die Grünen hervor (Drucksachen-Nummer 17/10335). Nach einem entsprechenden Auftrag des Bundesverbraucherschutzministeriums habe sich das Bundesinstitut für Risikobewertung jedoch der Einschätzung des  Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte angeschlossen, dass Kinder bis zu vier Jahren beim Verzehr von Bubble Tea ein besonders hohes Risiko für Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Aspiration hätten.

Bei den Giftinformationszentren, bei denen laut Bundesregierung Fälle von Verschlucken von Fremdkörpern zur Anfrage kämen oder von Ärzten gemeldet würden, seien allerdings noch keine entsprechenden Fälle gemeldet worden.

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Eine verpflichtende Angabe der Nährstoffe sei bei sogenannter loser Ware wie dem Bubble Tea bisher nicht vorgesehen, so die Bundesregierung. Farb- oder Konservierungsstoffe müssten jedoch zum Beispiel auf dem Lebensmittel oder in einer Getränkekarte angegeben werden.

Das ist jedoch nicht immer geschehen. Denn seitens der Landesbehörden seien in Bezug auf Bubble Tea vor allem Beanstandungen wegen der fehlenden Deklaration von Lebensmittelzusatzstoffen wie Farbstoffen,  Konservierungsstoffen und Süßstoffen ausgesprochen worden, schreibt die Bundesregierung. „Aufgrund der von den Lebensmittelüberwachungsbehörden bereits ergriffenen Maßnahmen, insbesondere durch Gespräche mit Inverkehrbringern, wird in der nächsten Zeit eine Verbesserung der erforderlichen Verbraucherinformation erwartet.“

Eine erste Verkaufsstelle für Bubble Tea habe es in Berlin im Jahr 2009 gegeben. Weitere Verkaufsstellen seien bundesweit im Sommer 2011 dazugekommen. Eine gewisse Marktrelevanz habe Bubble Tea der Gesellschaft für Konsumforschung zufolge ab September/Oktober 2011 erreicht. Zwischen Januar und April dieses Jahres habe der Umsatz von Bubble Tea bei 4,4 Millionen Euro gelegen.

Die Grünen-Politikerin Bärbel Höhn kritisierte, dass die Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) der mangelhaften Kennzeichnung von Bubble Tea mit Appellen an die Hersteller begegne. „Wir fordern eine klare Kennzeichnung der Zusatzstoffe und des Kaloriengehalts und den verpflichtenden Aufdruck der von den Kinderärzten geforderten Hinweise zur Verschluckungsgefahr“, so Höhn. © fos/aerzteblatt.de

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