NewsÄrzteschaftKVen Hamburg und Schleswig-Holstein wollen weiter eng zusammenarbeiten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

KVen Hamburg und Schleswig-Holstein wollen weiter eng zusammenarbeiten

Montag, 20. August 2012

Hamburg/Bad Segeberg – Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Hamburg und Schleswig-Holstein haben auf einer gemeinsamen Sitzung ihrer Ver­tre­ter­ver­samm­lungen den Willen zu einer engen Zusammenarbeit bekräftigt. Auch die Gesundheitssenatorin aus Hamburg, Cornelia Prüfer-Storcks (SPD), und die Ge­sund­heits­mi­nis­terin aus Schleswig-Holstein, Kristin Alheit (SPD), betonten auf dem Treffen die ambulante medizinische Versorgung müsse länderübergreifend konzipiert werden. „Die Menschen leben das Miteinander von Hamburg und Schleswig-Holstein schon viel mehr, als wir uns das vorstellen“, sagte Alheit.

Die Vorsitzenden der KVen Schleswig-Holstein, Monika Schliffke, und Hamburg, Dieter Bollmann, kündigten an, beide Körperschaften arbeiteten daran, weitere Kooperations­felder zu erschließen. Bislang konzentriere sich die Zusammenarbeit auf die Qualitäts­sicherung, den ärztlichen Bereitschaftsdienst, die ärztliche Zulassung und die Abstimmung politischer Themen auf Bundesebene. Außerdem unterstütze Hamburg die Kampagne „Land.Arzt.Leben!“ der KV Schleswig-Holstein, die Ärzte für eine Tätigkeit im ländlichen Schleswig-Holstein interessieren soll.

Besonders wichtig sei die Zusammenarbeit bei der ärztlichen Bedarfsplanung. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, wies darauf hin, dass Hamburg enorme Versorgungsleistungen für Schleswig-Holstein übernehme: „Rund 22 Prozent aller Patienten kommen aus dem Umland – so etwas gibt es noch nicht einmal in Berlin“, sagte der KBV-Vorsitzende. In einem Grundsatzreferat „Perspektive 2020“ beleuchtete er die Situation der KVen im Norden.

Anzeige

Danach werde die Bevölkerung in Hamburg und Schleswig-Holstein bis 2020 zwar leicht wachsen, dies gehe aber nahezu ausschließlich auf das Konto der Region Hamburg. „Die ländlichen Regionen verlieren Menschen, die Bevölkerung wird durchschnittlich älter“, so Köhler. Der Überalterungseffekt betreffe vor allem die Küstenregionen. Laut Hochrechnungen der KBV müssten in Schleswig-Holstein und in Hamburg in den nächsten fünf Jahren jeweils 1.000 ausscheidende Ärzte nachrücken. Köhler: „Auch Hamburg wird sich um Nachwuchs kümmern müssen.“

Prüfer-Storcks kündigte an, dieses Thema in der neu zu schaffenden „Landeskonferenz Versorgung“ zu diskutieren. „Dort soll nicht nur über Versorgung gesprochen werden, sondern auch über sektorenübergreifende Zusammenarbeit“, sagte sie. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

1. Dezember 2020
Hamburg – Die beiden Hamburger Notfallpraxen in Altona und Farmsen sollen nach dem Willen der Kassenärztlichen Vereinigung nur noch Patienten mit dem Verdacht auf Corona oder eine andere
Zwei Hamburger Notfallpraxen nur noch für Atemwegsinfekte separiert
23. November 2020
Hamburg – Die zunehmende Angst vieler Menschen vor einer gleichzeitigen Corona- und Grippeerkrankung hat in Hamburg zu einem Ansturm auf Grippeimpfungen und zu einer Verknappung des Impfstoffs
Hamburger Hausärzte beklagen Mangel an Grippeimpfstoff
16. Oktober 2020
Bad Segeberg/Kiel – Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig‐Holstein (KVSH) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wollen die Testkapazitäten in ihrem Bundesland weiter ausbauen. Insgesamt sollen
Neue Coronatestzentren in Schleswig-Holstein
15. September 2020
Hamburg – Die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KV) schließt in dieser Woche ihre SARS-CoV-2-Testzentren an den Notfallpraxen in Altona und Farmsen. Ab dem 19. September steht somit nur noch das
Kassenärztliche Vereinigung Hamburg schließt Coronatestzentren
31. Juli 2020
Bad Segeberg – Auch in Schleswig-Holstein tragen zunehmend Reiserückkehrende zum Coronainfektionsgeschehen bei. Um gegenzusteuern, werden aktuell an wichtigen Einreisepunkten temporäre Teststationen
Tests für Reiserückkehrer: KV Schleswig-Holstein warnt vor Überlastung
24. Juli 2020
Hamburg – Alle Hamburger Lehrer können sich nach dem Beginn des neuen Schuljahres am 6. August kostenlos auf das Coronavirus SARS-CoV-2 testen lassen. Das teilten die Kassenärztliche Vereinigung
Kostenlose Tests für Lehrer und Mitarbeiter von Schulen
3. Juni 2020
Hamburg – Die Ärzteschaft in Hamburg hat wenig Verständnis für die Entscheidung des rot-grünen Senats, das bestehende Ge­sund­heits­mi­nis­terium in die Sozialbehörde einzugliedern. Deutliche Kritik kam
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER