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Ärzteschaft

Transplantations­medizin bleibt in der Kritik

Montag, 20. August 2012

Frankfurt M. – In der Debatte um die Transplantationsmedizin steht die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) weiter in der Kritik. Inhaltlich geht es jetzt um die Frage, ob Gespräche mit Angehörigen potenzieller Spender zielgerichtet oder ergebnisoffen geführt werden sollen.

In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) stellte Bundesgesund­heits­minister Daniel Bahr (FDP) klar: „Es ist mit der Intention des Transplantationsgesetzes nicht vereinbar, wenn Angehörigengespräche zielgerichtet darauf hingeführt werden, eine Zustimmung zur Organspende zu erhalten.“

Genauso äußerte sich die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Harald Terpe, Elisabeth Scharfenberg und Birgitt Bender vom 18. April: Danach ist es „mit der Intention des Transplantationsgesetzes nicht vereinbar“, wenn Angehörigengespräche mit dem Ziel geführt würden, eine Zustimmung zur Organspende zu erwirken.

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Die Abgeordneten weisen jedoch darauf hin, dass DSO-Chef Günter Kirste wiederholt öffentlich beteuert habe, die Gespräche würden von seinen Mitarbeitern gerade nicht ergebnisoffen geführt. Kirste hatte vergangene Woche in der FAS erklärt, die DSO-Mitarbeiter führten die Angehörigengespräche „entscheidungsoffen, aber nicht ergebnisoffen“.

Sie respektierten auch ein Nein der Angehörigen, machten aber in den Gesprächen die positiven Folgen einer Spende deutlich. Das bedeute, „dass wir nicht verschleiern, dass eine Organspende aus unserer Sicht die richtige Entscheidung wäre“. © kna/aerzteblatt.de

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