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Stiftung Deutsche Depressionshilfe bezweifelt Zunahme der Depressionen

Dienstag, 21. August 2012

Leizig – Dass Depressionen in Deutschland deutlich zugenommen haben, bezweifelt die Stiftung Deutsche Depressionshilfe in einer Stellungnahme zum jüngsten AOK-Fehl­zeiten­report. Der Report von diesem August nennt als eine Ursache für diese postulierte Häufigkeitszunahme die erhöhten Anforderungen an Flexibilität und Erreichbarkeit in der modernen Arbeitswelt.

„Hinter der Zunahme in den Statistiken dürfte jedoch eher die sehr wünschenswerte Entwicklung stehen, dass sich mehr Erkrankte professionelle Hilfe holen, Ärzte Depressionen besser erkennen und behandeln, und, vermutlich am wichtigsten, Depressionen auch Depressionen genannt und nicht hinter weniger negativ besetzten Ausweichdiagnosen wie chronischer Rückenschmerz, Tinnitus, Fibromyalgie, Kopfschmerz, Chronic Fatigue versteckt werden“, hieß es aus der Stiftung.

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Für diese Interpretation spreche, dass sich die Zahl der Suizide in Deutschland seit Anfang der 80er Jahre von rund 18.000 auf etwas mehr als 10.000 reduziert habe. Dies lasse vermuten, dass mehr depressiv Erkrankte aus ihrer Isolation herausfänden, sich Hilfe holten und eine antidepressive Behandlung erhielten.

„Heute nehmen sich pro Tag rund 20 Menschen weniger das Leben als vor 30 Jahren, eine sensationelle Entwicklung und mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Erfolg der besseren Betreuung psychisch erkrankter Menschen“, hieß es aus der Stiftung. © hil/aerzteblatt.de

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