NewsVermischtesBrustkrebs in Schwangerschaft und Stillzeit oft zu spät erkannt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Brustkrebs in Schwangerschaft und Stillzeit oft zu spät erkannt

Dienstag, 21. August 2012

dapd

Hamburg – Brustkrebs wird bei Frauen, die schwanger sind oder stillen, oftmals nicht früh genug entdeckt. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Brustkrebs in Schwangerschaft oder Stillzeit ist laut der Fachgesellschaft eine seltene Erkrankung: Sie betrifft rund eine von 5.000 Schwangeren. Für sie bedeute die Diagnose allerdings einen existenziellen Einschnitt. Es gelte, dass die Operation umso kleiner ausfallen könne und die Aussichten umso besser seien, je früher der Krebs entdeckt werde.

Eine Chemotherapie bedeutet nicht, dass die Frau ihre Schwangerschaft abbrechen müsse: Nach dem ersten Trimester seien Chemotherapien mit Vorsicht möglich, ohne dass langfristige Folgen für das Kind zu befürchten seien.

Anzeige

Auch die Zeit nach der Geburt ist laut der Fachgesellschaft für die Mutter und ihr Umfeld eine besondere Herausforderung. „Hier sind ihr Partner und ihr ganzes Umfeld gefragt, damit die Frau den notwendigen Freiraum bekommt, sich ganz um ihre Erkrankung und ihre Genesung zu kümmern, ohne dass das Baby darunter leidet“, sagte Alexander Strauss, stellvertretender Direktor der Universitäts-Frauenklinik Kiel.

Die schlechteste Lösung sei, die Behandlung auf später zu verschieben. „Denn das kann die Mutter in große Gefahr bringen“, warnte Strauss. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

22. November 2019
Lübeck/Berlin – Das 2005 in Deutschland flächendeckend eingeführte Mammografiescreening hat dazu geführt, dass Brustkrebs in früheren Stadien entdeckt wird. Zudem ist die Mortalität aufgrund von
Mammografiescreening senkt laut Wissenschaftlern Brustkrebssterblichkeit
12. November 2019
Heidelberg – Frauen, die nach einer Brustkrebsdiagnose ihre körperliche Aktivität deutlich steigerten, hatten in einer prospektiven Kohortenstudie ein niedrigeres Risiko, an den Folgen der Erkrankung
Sport könnte nach Brustkrebsdiagnose Überlebenschancen verbessern
25. Oktober 2019
Nashville/Tennessee – Weniger als 1 % aller Mammakarzinome treten bei Männern auf. Die Tumore werden später entdeckt als bei Frauen und offenbar nicht immer konsequent behandelt, was nach der
Brustkrebs endet bei Männern häufiger tödlich
16. September 2019
Silver Spring – Die CDK4/6-Inhibitoren Palbociclib, Ribociclib und Abemaciclib, die zur Behandlung des fortgeschrittenen hormonrezeptor-positiven Mammakarzinoms zugelassen sind, können in seltenen
FDA: CDK4/6-Inhibitoren können Lungen angreifen
9. August 2019
Phoenix/Arizona – US-Forscher haben einen Test entwickelt, der die im Blut zirkulierende DNA von Krebszellen mit hundertfach erhöhter Sensitivität nachweist. Der Test könnte einer Pilotstudie in
Brustkrebs: Bluttest könnte Erfolg einer neoadjuvanten Chemotherapie vorhersagen
8. August 2019
Research Triangle Park/North Carolina – Die Geschwister von Krebspatientinnen erkrankten in einer Kohortenstudie häufiger an Brustkrebs, wenn sie einen vermehrten Verzehr von rotem Fleisch angegeben
Kann Fleischverzehr das Brustkrebsrisiko beeinflussen?
11. Juli 2019
Paris – Erwachsene, die täglich Süßgetränke konsumieren, erkranken etwas häufiger an Krebs. Dies kam in der prospektiven NutriNet-Santé-Studie heraus, die seit 2009 mehr als 100.000 Erwachsene im
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER