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Brustkrebs in Schwangerschaft und Stillzeit oft zu spät erkannt

Dienstag, 21. August 2012

dapd

Hamburg – Brustkrebs wird bei Frauen, die schwanger sind oder stillen, oftmals nicht früh genug entdeckt. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Brustkrebs in Schwangerschaft oder Stillzeit ist laut der Fachgesellschaft eine seltene Erkrankung: Sie betrifft rund eine von 5.000 Schwangeren. Für sie bedeute die Diagnose allerdings einen existenziellen Einschnitt. Es gelte, dass die Operation umso kleiner ausfallen könne und die Aussichten umso besser seien, je früher der Krebs entdeckt werde.

Eine Chemotherapie bedeutet nicht, dass die Frau ihre Schwangerschaft abbrechen müsse: Nach dem ersten Trimester seien Chemotherapien mit Vorsicht möglich, ohne dass langfristige Folgen für das Kind zu befürchten seien.

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Auch die Zeit nach der Geburt ist laut der Fachgesellschaft für die Mutter und ihr Umfeld eine besondere Herausforderung. „Hier sind ihr Partner und ihr ganzes Umfeld gefragt, damit die Frau den notwendigen Freiraum bekommt, sich ganz um ihre Erkrankung und ihre Genesung zu kümmern, ohne dass das Baby darunter leidet“, sagte Alexander Strauss, stellvertretender Direktor der Universitäts-Frauenklinik Kiel.

Die schlechteste Lösung sei, die Behandlung auf später zu verschieben. „Denn das kann die Mutter in große Gefahr bringen“, warnte Strauss. © hil/aerzteblatt.de

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