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Medizin

Schule: Wer wenig schläft, schneidet schlechter ab

Dienstag, 21. August 2012

dapd

Los Angeles – Unabhängig davon, wie viele Stunden Schüler normalerweise schlafen, können sie durch zusätzliche Lernstunden auf Kosten des nächtlichen Schlafs keinen Vorteil erwarten. Vielmehr verschlechtern sich ihre Noten daraufhin. Das berichten Wissenschaftler der University of California im Fachjournal Child Development (doi: 10.1111/j.1467-8624.2012.01834.x).

Besonders in den letzten Jahren der amerikanischen High School häuft sich laut Angaben der Forscher die Zeit, die Schüler den Büchern opferten, anstatt schlafen zu gehen. Wie die Autoren unter der Leitung des Psychiaters Andrew Fuligni jedoch feststellten, ist es geradezu kontraproduktiv, länger wach zu bleiben, um zu lernen.

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Der Wissenschaftler des Semel Institute of Neuroscience and Human Behavior betont, dass der schulische Erfolg vielmehr von einem von vorneherein strukturierten Lernplan sowie einer während der Unterrichtszeit maximal genutzten Aufmerksamkeit abhänge.

Ihre Ergebnisse ermittelten die Autoren an einer High School an über 500 Schülern, die aus der neunten, zehnten sowie zwölften Klasse kamen. Sie sollten über einen Zeitraum von 14 Tagen in einem Tagebuch festhalten, wie viel sie pro Tag lernten und schliefen.

Ebenso sollten sie dabei beschreiben, ob sie in der Schule etwas nicht verstanden hatten, bei Tests oder Hausaufgaben schlecht abschnitten oder sonstige Schwierigkeiten hatten. Die Wissenschaftler achteten nach eigenen Angaben auf eine ausgewogene Mischung aus sozioökonomischen Verhältnissen und ethnischem Hintergrund der Schüler.

Entgegen ihrer Erwartungen kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass diejenigen Schüler, die ihren Schlaf für eine Extraportion Lernzeit opferten, am Ende schlechter abschnitten, als ihre Mitschüler, die stattdessen geschlafen hatten.

Fuligni hält diese Ergebnisse für wichtig, da sie einmal mehr verdeutlichten, wie wichtig der Schlaf für Heranwachsende sei. Das bedeute jedoch nicht, dass Schüler nun weniger Zeit für das Lernen aufwenden sollten. Viel wichtiger für Kinder sei eine ausgewogene Zeitplanung, betont er. © hil/aerzteblatt.de

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