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Ärzteschaft

Mammo­graphie-Screening-Angebot in Hessen mit guter Resonanz

Donnerstag, 23. August 2012

Frankfurt – Mehr als die Hälfte der zum Mammographie-Screening eingeladenen Frauen aus Hessen sind dieser gefolgt und haben an der Brustkrebs-Vorsorge teilgenommen. Das berichtet die Kassen­ärztliche Vereinigung (KV) des Bundes­landes heute zusammen mit den übrigen Partnern des Screening-Programms.

In Hessen gibt es sechs sogenannte Screening-Einheiten unter Leitung von jeweils zwei programmverantwortlichen Ärzten, die die Untersuchungen in insgesamt 16 stationären Praxen und sechs mobilen Einheiten anbieten. Rund 770.000 Frauen haben derzeit allein in Hessen einen Anspruch, am Screening teilzunehmen, rund 16.000 mehr als zu Beginn des Vorsorge-Programms 2006.

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Für die jetzt abgeschlossene dritte Screeningrunde vom 1. April 2010 bis 31. März 2012 erhielten rund 658.000 Frauen eine Einladung von der sogenannten Zentralen Stelle, rund 359.000 Frauen sind dieser gefolgt. Frauen, die mit Anfang 50 zum ersten Mal teilnehmen können, nehmen zu 70 Prozent an dem Screening teil.

Bei sogar 85 Prozent liegt die Teilnahmequote bei Frauen, die bereits in Vorrunden am Screening teilgenommen haben. „Dies spricht für eine sehr gute Akzeptanz des Vorsorgeprogramms, deren Qualitätsanforderungen an Mensch und Technik außer­ordentlich hoch sind und ständig kontrolliert werden“, sagte der KV-Vorstandsvorsitzende Frank-Rüdiger Zimmeck.

„In Hessen müssen sich jährlich etwa 4.200 Frauen der Diagnose Brustkrebs stellen“, berichtet die Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, Petra Müller-Klepper (CDU). Das Land Hessen lege neben der Prävention von Darm- und Hautkrebs vor allem einen Schwerpunkt auf die Brustkrebsvorsorge.

Anfang Juli 2012 gab das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bekannt, dass in einem mehrjährigen Forschungsvorhaben evaluiert werden soll, ob und in welchem Umfang die Brustkrebs-Sterblichkeit durch die Einführung des Mammographie-Screening-Programms gesunken ist. Meinhard Johannides, Referatsleiter Grundsatzfragen der Landesvertretung des Verbandes der Ersatzkassen, begrüßt für die Krankenkassen in Hessen das inzwischen begonnene Forschungsvorhaben. „Wir gehen davon aus, dass die Studie, mit deren Ergebnissen laut Information des BfS in rund sieben Jahren zu rechnen ist, wesentliche Grundlagen zur Beantwortung der offenen Fragen geben wird“, sagte er.    hil

© hil/aerzteblatt.de

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