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Bei Neurodermitis, Allergie und Gürtelrose Augen regelmäßig kontrollieren

Donnerstag, 23. August 2012

Berlin – Regelmäßige Augenkontrollen bei Patienten mit Allergie, Neurodermitis und Gürtelrose empfiehlt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). Pollen­allergiker sollten auf ihre Augen achten, denn neben den allergisch-entzündlichen Reaktionen sind sie laut der Fachgesellschaft besonders anfällig für die Ausbildung eines „Trockenen Auges“. Warnzeichen für ein Trockenes Auge sind Fremdkörpergefühl, Kratzen und Trockenheit.

„Der Augenarzt kann mit der Spaltlampe feine Veränderungen an der Oberfläche erkennen und beurteilen, ob sich ein Trockenes Auge entwickelt“, erläutert Klaus-Peter Steuhl, Präsident der DOG und Ärztlicher Direktor der Universitäts- Augenklinik Essen.

Auch bei Neurodermitis ist laut der DOG eine Augenbeteiligung nicht selten. Bei schweren Fällen von Neurodermitis steige das Risiko für bösartige Wucherungen an der Bindehaut. „Diese Tumorvorstufen, sogenannte Präkanzerosen oder auch konjunktivale Plattenepithelkarzinome, müssen möglichst früh operativ entfernt werden – unter Umständen begleitet von Chemotherapie in Form von Augentropfen oder Bestrahlung“, erklärte Henrike Westekemper, Oberärztin der Universitäts-Augenklinik in Essen.

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Sie empfiehlt Neurodermitikern daher, sich einmal jährlich beim Augenarzt untersuchen zu lassen. Zudem sollten die Patienten zusätzliche Risikofaktoren wie starke UV-Strahlung oder Rauchen meiden, betont die DOG-Expertin.

Schließlich könne auch eine Gürtelrose im Gesichtsbereich auf die Augen übergreifen und das Augeninnere befallen. Handlungsbedarf bestehe, wenn der Ausschlag die Nasenspitze befalle. „Der Befall ist streng sektorförmig und scharf begrenzt, sieht typischerweise wie ausgestanzt aus“, erklärt Westekemper. In diesem Fall müsse der Patient unverzüglich den Augenarzt konsultieren, weil dann auch das Augeninnere gefährdet sei und bleibende Schäden bis hin zur Erblindung drohten. © hil/aerzteblatt.de

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