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Krankenkasse empfiehlt multimodale Schmerztherapie bei Rückenschmerzen

Mittwoch, 29. August 2012

Berlin – Eine multimodale Schmerztherapie ist bei Rückenschmerz gegenüber Operationen oder einer Injektionstherapie aus medizinischer und aus ökonomischer Sicht am effektivsten. Das berichtet die Barmer GEK nach einer Auswertung von Abrechnungsdaten aus den Jahren 2006 bis 2010.

Rückenschmerzen haben nicht nur für die Patienten, sondern auch für die Krankenversicherungen als Kostenträger eine hohe Bedeutung: Das zeigt sich nach Ansicht der Autoren bereits daran, dass 37 Prozent der Barmer-GEK-Versicherten im Jahr 2008 mindestens in einem Quartal mit Rückenschmerzen zu kämpfen hatten. Zwölf Prozent wurden sogar das ganze Jahr über mit dieser Diagnose ärztlich behandelt.

Die Kasse empfiehlt die multimodale Schmerztherapie, obwohl diese Schmerztherapie vor allem wegen ihrer hohen Behandlungsintensität bei mindestens 100 Therapie­stunden zunächst hohe Kosten verursacht. Gerade Versicherte, die noch nicht berentet seien, profitierten jedoch, weil ihre Arbeitsfähigkeit erhalten bleibe. Für sie sänken die Leistungsausgaben in den Folgejahren. „Allerdings erhalten nur sehr wenige Patienten eine multimodale Schmerztherapie, gerade einmal 0,15 Prozent“, hieß es von der Barmer GEK.

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Die multimodale Schmerztherapie wird den konservativen Therapieverfahren zugerechnet. Gemäß den Empfehlungen der Ad-hoc-Kommission „Multimodale Schmerztherapie“ von der Deutschen Schmerzgesellschaft wird dieses Verfahren wie folgt definiert: „Als ‚Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie‘ wird die gleichzeitige, inhaltlich, zeitlich und in der Vorgehensweise aufeinander abgestimmte umfassende Behandlung von Patienten mit chronifizierten Schmerzsyndromen bezeichnet, in die verschiedene somatische, körperlich übende, psychologisch übende und psychotherapeutische Verfahren nach vorgegebenem Behandlungsplan mit identischem, unter den Therapeuten abgesprochenem Therapieziel eingebunden sind.“ © hil/aerzteblatt.de

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