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Australien lässt Abtreibungspille breiter zu

Donnerstag, 30. August 2012

Sydney – Australiens Arzneimittelzulassungsbehörde hat die Genehmigung für die Abtreibungspille RU486 und verwandte Präparate ausgeweitet. Nach der Entscheidung vom Donnerstag dürfen die Mittel künftig von allen Ärzten verschrieben werden, die eine Schulung bei der Familienplanungsorganisation „Marie Stopes International” absolviert haben, wie die Zeitung The Australian (Onlineausgabe) berichtete.

„Marie Stopes” tritt für eine weitestgehende Freigabe von Abtreibungen ein und führt auch selber Schwangerschaftsabbrüche durch. Bislang beschränkte sich der Kreis der australischen Ärzte, die die Abtreibungspille verordnen durften, auf 187 von der Zulassungsbehörde approbierte Mediziner.

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Lebensschützer kritisierten die Entscheidung. Die „Australian Christian Lobby” erklärte, die Abtreibungspille sei „nicht im besten Interesse der Frauen”. Es sei zudem eine „Beleidigung”, RU 486 als Medikament zu bezeichnen. „Schwangerschaft ist keine Krankheit”, sagte Wendy Francis, Sprecherin der Organisation.

Vor sechs Jahren hatte das australische Parlament in einer Grundsatzentscheidung den Weg für RU486 freigemacht. Notwendig dafür war eine Gesetzesänderung, die dem Ge­sund­heits­mi­nis­ter das Vetorecht gegen Entscheidungen der Arzneimittelzu­lassungs­behörde entzog. Der damalige Ge­sund­heits­mi­nis­ter und heutige Oppositionsführer Tony Abbott, ein Katholik, hatte sich konsequent gegen eine Zulassung von RU486 gesperrt. © kna/aerzteblatt.de

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Frauenärzte am Potsdamer Platz
am Montag, 10. Februar 2014, 19:59

Abtreibungspille Mifegyne

Wir in Berlin führen ca. 95 % aller Schwangerschaftsabbrüche madikamentös durch.
LNS

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