NewsMedizinErnährung könnte Spermienqualität bei älteren Männern beeinflussen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Ernährung könnte Spermienqualität bei älteren Männern beeinflussen

Freitag, 31. August 2012

Berkeley – Vitamine und andere Spurenelemente könnten die Spermienqualität älterer Männer fördern. Das berichten Forscher des Lawrence Berkeley National Laboratory in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Fertility and Sterility (doi: 10.1016/j.fertnstert.2012.07.1126). Die Autoren fanden in ihrer Studie einen Effekt bei Männern über 44 Jahren, jüngere Männer profitieren laut ihren Ergebnissen nicht.

Die Forscher unter der Leitung von Andrew Wyrobek analysierten die Spermien von 80 gesunden, männlichen Probanden im Alter zwischen 22 und 80 Jahren. Diese waren allesamt Nichtraucher und berichteten keine Fertilitätsprobleme. Mit dem sogenannten Comet-Assay, einem Untersuchungsverfahren auf Basis der Elektrophorese, unter­suchten sie ihre Proben nach DNA-Schäden.

Mit Hilfe eines Fragebogens ermittelten sie zusätzlich den täglichen Konsum an Spuren­elementen. Zu diesen Mikronährstoffen, das heißt definitionsgemäß in sehr kleinen Mengen im menschlichen Körper vorkommende essenzielle Elemente, gehörten die Vitamine C und E sowie Beta-Karotin, Zink und Folat. Die Autoren wollten mit diesen Untersuchungen prüfen, inwiefern Änderungen des Lebensstils, also in dem Fall eine Ernährungsumstellung, die Spermienqualität beeinflussen und ob Männer jeden Alters davon profitieren können.

Anzeige

Dabei stellten sie fest, dass die Spermienqualität besser war, wenn Männer mehr Spurenelemente verzehrt hatten. So zeigten die Samen der Probanden mit dem höchsten Vitamin-C-Konsum 16 Prozent weniger DNA-Schäden als die Probanden mit dem niedrigsten Konsum. Ähnlich verhielt es sich mit den anderen Mikronährstoffen Vitamin E, Folat und Zink, nicht jedoch mit Beta-Karotin.

Dabei brachte die Ernährung vor allem älteren Männern einen Vorteil. Denn Männer über 44 Jahre, die viel Vitamin-C zu sich nahmen, hatten im Vergleich zu ihren Altersgenossen sogar um die 20 Prozent weniger DNA-Schäden. Dagegen dürfen sich jüngere Männer wenig Hoffnung machen. Denn die Qualität ihrer Spermien änderte sich durch einen vermehrten Konsum der Spurenelemente nicht.

Ob die bessere Spermienqualität auch eine höhere Fruchtbarkeit bedeutet oder die entstehenden Kinder dadurch gesünder werden, können die Forscher aber nicht bestätigen. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

9. Dezember 2019
Berlin – Die Zahl der staatlichen Warnungen vor verunreinigten Lebensmitteln hat im laufenden Jahr ein neues Rekordniveau erreicht. Dies geht aus einer Aufstellung des Bundesamts für Verbraucherschutz
Zahl staatlicher Lebensmittelwarnungen vor Rekordhoch
6. Dezember 2019
La Jolla – Die Beschränkung der Nahrungsaufnahme auf 10 Stunden am Tag hat in einer offenen Pilotstudie in Cell Metabolism (2019; doi: 10.1016/j.cmet.2019.11.004) Patienten mit Metabolischem Syndrom
Intervallfasten verbessert Stoffwechsel bei Metabolischem Syndrom
28. November 2019
Durham – Ein 6-monatiges Sportprogramm und eine gesunde DASH-Ernährung haben bei bewegungsarmen älteren Männern und Frauen in einer randomisierten klinischen Studie die kognitiven Fähigkeiten deutlich
Diät und Sport verbesserten in Studie kognitive Fähigkeiten um 8 Lebensjahre
26. November 2019
Frankfurt am Main – Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé führt den Nutri-Score in Deutschland und weiteren Ländern Europas ein. Das Unternehmen werde im ersten Halbjahr 2020 beginnen, die
Nestlé führt Nutri-Score im kommenden Jahr ein
22. November 2019
Berlin – Der Einfluss von Werbung ist stärker als ein gesundes Vorbild der Eltern, zeigt eine neue Studie. Die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) nimmt die Ergebnisse zum Anlass,
Fast-Food-Werbung wirkt stärker auf Kinder als elterliches Vorbild
21. November 2019
Berlin – Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) will auch bei Angeboten in Gaststätten und Kantinen zu weniger Zucker, Fett und Salz kommen. Ein Konzept dafür soll im neuen Jahr erarbeitet
Klöckner will weniger Salz und Fett in Gaststätten und Kantinen
20. November 2019
Berlin – Angesichts gesundheitlicher Risiken raten Experten, die Aufnahme von Aluminium aus vermeidbaren Quellen zu verringern. Eine Studie habe ergeben, dass die gesundheitlich tolerierbare
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER