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Universitäts­kliniken: Zahl der Transplantations­zentren senken

Freitag, 31. August 2012

Berlin – Der Verband der Universitätsklinika Deutschlands hat eine Senkung der Zahl der Transplantationszentren in Deutschland gefordert. Ein solcher Schritt sei „sinnvoll“, sagte Verbandschef Michael Albrecht dem Berliner Tagesspiegel vom Samstag. Er widersprach damit der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), die eine Konzentration auf weniger Kliniken für Patienten wegen der längeren Wege als nicht zumutbar bezeichnet hatte.

Die Verringerung müsse allerdings „mit Augenmaß“ geschehen, sagte Albrecht. Die Zentren müssten „regional vernünftig verteilt“ sein, und es dürften auch „keine Monopole entstehen“. Gleichzeitig warnte der Verbandschef vor Schnellschüssen. Ob man in Deutschland 20, 25 oder 30 Transplantationskliniken brauche, müsse sorgfältig analysiert werden. Derzeit sind es 44.

Mit ihrer Forderung reagierten die Unikliniken auf die jüngsten Organspendeskandale. Zuvor hatten bereits Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) und der Chef der Krankenkasse BarmerGEK, Christoph Straub, gefordert, die Zahl der Transplantationskliniken drastisch zu verringern. © kna/aerzteblatt.de

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klausenwächter
am Samstag, 1. September 2012, 18:34

Clustergröße und Outcome

Für diverse interventionelle Verfahren wurde bewiesen, daß eine Mindestfallzahl aber auch eine korrespondierende "Größe" der Versorgungseinrichtung negativ mit schweren Verlaufskomplikationen verknüpft ist. Inwieweit die gezielte Vergrößerung aller verbleibenden Einrichtungen durch Ausschaltung kleiner Versorgungseinheiten das Outcome verbessert wäre experimentell zu belegen. In der planbaren Transplantationschirurgie läßt sich dieser Einschnitt begründen. Die Kontrolle einer kleineren Anzahl von Zentren kann administrativ mit weniger Ressourcen geleistet werden. Innerhalb der verbleibenden Cluster würde im Rahmen der Umstellung ein Gedrängefaktor auftreten, der eine Umstellungszeit erforderlich machen würde. Zu Vergleichen wären Auswirkungen in der Umstellungszeit und nach Anpassung innerhalb der Cluster und zwischen den Clustern. Belastet werden diese Vergleiche durch Einschränkungen der Robustheit statistischer Verfahren.
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