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Universitätsklinikum Leipzig schreibt schwarze Zahlen

Montag, 3. September 2012

Leipzig – Die Leipziger Universitätsmedizin (UKL) hat das Jahr 2011 mit einem Plus von zwei Millionen Euro abgeschlossen. Es gehört damit zum wiederholten Mal zu den Kranken­häusern der Maximalversorgung, die seit Jahren schwarze Zahlen schreiben. „Das gelingt uns trotz zunehmend widriger Rahmenbedingungen“, sagte Wolfgang Fleig, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig.

Im vergangenen Jahr ließen sich 51.336 Patienten stationär in dem Klinikum behandeln, 316.856 Patienten kamen zur ambulanten Betreuung. „Die weitere Zunahme kompli­zierter Behandlungsfälle zeigte sich auch in der hohen durchschnittlichen Fallschwere mit einem Case-Mix-Index von 1,53, der konstant oberhalb des universitären Durchschnitts von 1,49 liegt“, hieß es aus Leipzig.

Auch 2011 erweiterte das UKL sein Leistungsspektrum. „Wir haben auch im vergan­genen Jahr die hochspezialisierte Versorgung schwerkranker Menschen durch die Einführung innovativer Methoden wie des DaVinci-OP Roboters oder eines PET-MRTs weiter ausgebaut, um unseren Patienten eine optimale Hilfe anbieten zu können“, so der Medizinische Vorstand.

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„Das UKL ist ein wirtschaftlich gesundes Klinikum mit sehr guten Voraussetzungen für die weitere Entwicklung“, sagte der Kaufmännische Vorstand des UKL, Ekkehard Zimmer. Er kritisierte aber, dass der laufende Landeshaushalt keine Investitionsfinanzierung für Ersatz- und Neubeschaffungen zum Beispiel von medizinischen Großgeräten vorsehe. Die Klinik werde dies nicht dauerhaft ausgleichen können, so Zimmer.

Auf die Beliebtheit der Leipziger Medizinischen Fakultät wies Joachim Thiery hin, Dekan der Medizinischen Fakultät. 3.255 Studierenden umfasse die Fakultät – trotz des bezogen auf die Zahl der Studierenden deutschlandweit niedrigsten Landeszuführungs­betrages von 52,8 Millionen Euro.

„Trotz dieser Ausgangslage haben wir durch eine deutliche Steigerung der Forschungs­leistungen 2011 fast 53 Millionen Drittmittel einwerben können“, sagte Thiery. Damit sei allerdings eine Grenze erreicht. „Wir sind hier an einer Engstelle angelangt, an der wir aus dem knappen Landeszuschuss Hochleistungsforschung nicht mehr gegenfinanzieren können“, sagte er. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #66985
mue2u
am Dienstag, 4. September 2012, 13:11

auf Kosten der Mitarbeiter

Scheinheilige Darstellung: Die ärztlichen Mitarbeiter sind größtenteils in der Anstalt angestellt und verdienen z.B. als OA 20% weniger als in anderen Unikliniken
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