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Ausland

Spanier fordern Zugang illegaler Einwanderer zu Gesundheitswesen

Montag, 3. September 2012

Madrid – Hunderte Menschen haben am Samstag in Madrid für den uneingeschränkten und kosten­losen Zugang von illegalen Einwanderern zum Gesundheitssystem demon­striert. „Kein Mensch ist illegal“, riefen die Demonstranten bei ihrem Protest vor einem Krankenhaus in der spanischen Hauptstadt. Die Teilnehmer machten ihrem Ärger lautstark mit Hupen und Trillerpfeifen Luft.  

Bis Samstag konnten Einwanderer ohne Papiere in Spanien innerhalb des gesetzlichen Gesundheitssystems medizinisch behandelt werden. Im Zuge der schweren Wirtschaftskrise in Spanien beschloss die konservative Regierung in Madrid jedoch unter anderem Kürzungen im Gesundheitswesen. Dazu zählt auch, dass sich die medizinische Behandlung von illegalen Einwanderern künftig nur noch auf Kinder, Schwangere und Notfälle beschränken soll.

Knapp 2.000 spanische Mediziner lehnen die Vorgaben jedoch ab und kündigten an, illegale Einwanderer auch in Zukunft zu behandeln. Krankenschwestern und weiteres medizinisches Personal schlossen sich der Bewegung an. Auch sieben der 17 autono­men spanischen Regionen kündigten an, das neue Gesetz nicht anzuwenden.

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Angesichts des Widerstands erklärte die Regierung, illegale Einwanderer könnten auch weiterhin behandelt werden, müssten aber dafür bezahlen. Die Herkunftsländer könnten dann möglicherweise über ein bilaterales Abkommen die Kosten erstatten. © hil/aerzteblatt.de

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