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Ärzteschaft

Mammo­graphie-Screening mit hoher Qualität

Mittwoch, 5. September 2012

dpa

Berlin – Die Qualität des Mammographie-Screenings-Programm belegen Zahlen, die jetzt zweiten Qualitätsbericht der Kooperationsgemeinschaft Mammographie erschienen sind. Danach werden von 1.000 im Screening untersuchten Frauen rund 50 zu einer weiteren Untersuchung einbestellt. In den meisten Fällen können Ärzte durch eine zusätzliche mammographische Aufnahme, Ultraschalluntersuchung und eine Tastuntersuchung Brustkrebs ausschließen.

Bei 15 von 1.000 Frauen stellen sie die Indikation zur Biopsie. Der Verdacht auf Brustkrebs bestätigt sich dann in der Mehrzahl der Fälle: Das Verhältnis von benignen zu malignen Biopsien beträgt im Screening 1:2,3. Auf einen gutartigen Befund kommen bei den biopsierten Frauen also rund zwei bestätigte Brustkrebsfälle.

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Die hohe Qualität des Programms zeigt sich laut dem Bericht auch am Anteil der präoperativ gesicherten Karzinome, der mit rund 92 Prozent deutlich über den mindestens geforderten 70 Prozent liegt. Lage, Größe und Ausmaß des Brustkrebses sind also in der Regel bereits vor der Operation bekannt. „Das ist ein großer Vorteil für brustkrebserkrankte Frauen, da Operation und Anschlusstherapie schon vor dem Eingriff, in gemeinsamer Abstimmung zwischen den behandelnden Ärzten und individuell auf die Frau zugeschnitten, geplant werden können“, hieß es aus der Kooperationsgemeinschaft.

Die Zahlen belegen auch das Vertrauen von Frauen in die Qualität des Mammographie-Screening-Programms: 95 Prozent der wiedereinbestellten Frauen folgen der Einladung zur Abklärung und nehmen dort Bilddiagnostik und Befundung in Anspruch.  

Die Kooperationsgemeinschaft Mammographie ist eine gemeinsame Einrichtung der gesetzlichen Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Ihre Aufgabe ist die Koordination, Qualitätssicherung und Evaluation des Mammographie-Screening-Programms.  © hil/aerzteblatt.de

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