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Fallpauschalen in der Kinderchirurgie sind zu niedrig

Dienstag, 11. September 2012

Berlin/Hamburg – Die Krankenkassen stellen zu wenig Geld für Kinder zur Verfügung, die operiert werden müssen. „Die verschärften Einsparungen können zu Leistungs­ein­schrän­kungen und Sicherheitslücken bei der medizinischen Versorgung von Kindern im Krankenhaus führen“, kritisiert der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder­chirurgie (DGKCH) Jörg Fuchs.

Laut der Fachgesellschaft nehmen Ärzte in Deutschland jedes Jahr rund 500.000 Operationen an Kindern vor. Diese seien besonders zeit- und kostenintensiv. Denn die Häuser müssten eigens angefertigte, miniaturisierte High-Tech-Instrumente vorhalten und das Team von Anästhesisten, Intensivmedizinern, Pflegekräften, Sozialpädagogen und Kinderchirurgen sollte auf Kinder spezialisiert sein.

Der Umgang mit den Kleinsten und ihren Eltern erfordert laut der DGKCH mehr Zeit, Geduld und Fürsorge als mit den meisten erwachsenen Patienten. „Für Kinder ist die Klinik oft fremd und sie müssen sich darauf zunächst einstellen. Was Erwachsene rational verstehen und nachvollziehen, ängstigt und überfordert sie mitunter“ erläutert Stuart Hosie, Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie des Städtischen Klinikums in München.

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Eine kindgerechte Therapie in einem spezialisierten Zentrum bedeute daher einen größeren Aufwand gegenüber der Behandlung von Erwachsenen. Die Fachgesellschaft kritisiert, dass die Kassen diesen Mehraufwand in der Regel nicht extra vergüteten, sondern meist in allgemeinen Fallpauschalen abrechnen. „Deshalb schreiben schon heute viele Kinderkrankenhäuser rote Zahlen“, hieß es aus der DGKCH. © hil/aerzteblatt.de

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