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Welt-Sepsis-Tag: Ausbildung der Ärzte und Diagnostik müssen besser werden

Donnerstag, 13. September 2012

dpa

Berlin – Zu späte Diagnose und unzureichende Therapie sind zwei wesentliche Probleme bei der Behandlung von Sepsis. Darauf hat am Mittwoch in Berlin Tobias Welte, Präsi­dent der Deutschen Sepsis Gesellschaft (DSG), anlässlich des ersten World Sepsis Day hingewiesen. „Das ist ein edukatives Problem. Im Studium wird zu wenig über Sepsis gelehrt.“ Dabei gehöre Sepsis zum Alltagsgeschäft der Ärzte, so Welte. Da die anfäng­lichen Symptome einem grippalen Infekt ähneln, hätten jedoch seiner Erfahrung nach „viele Hausärzte Sepsis nicht auf dem Plan“.

„Wir brauchen einen Schnelltest für Sepsis“, stellte Frank Brunkhorst, Generalsekretär der DSG fest. Hierzu brauche es allerdings mehr Forschung. Problematisch sei vor allem die Ähnlichkeit der Symptome zu grippalen Infekten, weshalb häufig zu spät eine entsprechende Diagnostik eingeleitet würde. „Betroffene haben jedoch das Gefühl schwerst krank zu sein.“

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Brunkhorst empfiehlt deshalb Patienten und Angehörigen, in solchen Fällen die Notfallambulanz eines Krankenhauses aufzusuchen. „Wichtig ist, dass wir Sepsis als einen Notfall begreifen“, betonte Konrad Reinhart, ehemaliger Präsident der DGS und Sprecher des Kompetenznetzes Sepsis. Diagnostik und Therapie müssten schnellstmöglich erfolgen. Denn: „Mit jeder Stunde, die das Antibiotikum zur Behandlung der Sepsis früher gegeben wird, sinkt die Sterblichkeit um sieben bis acht Prozent“, erklärte er.

Mit dem World Sepsis Day will die Global Sepsis Alliance (GSA) mit mehr als 40 Aktionen weltweit das Krankheitsbild bekannter machen. In Berlin will die Deutschen Sepsis Gesell­schaft in Kooperation mit der GSA auf die jährlich circa 150.000 Sepsispatienten in Deutschland mit einer Teelichtinstallation aufmerksam machen: Auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor sollen gegen Abend hunderte von Lichtern entzündet werden – eines für je 150 Patienten. Nach Angaben der Organisatoren sterben jährlich mehr Menschen an Sepsis als an AIDS, Prostata- und Brustkrebs zusammen. © mei/aerzteblatt.de

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