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Ärzteschaft

Streit um Ärztehonorare schnell beenden

Donnerstag, 13. September 2012

Düsseldorf – Der Präsident der Ärztekammer (ÄK) Nordrhein, Rudolf Henke, hat sich dafür ausgesprochen, die Auseinandersetzung um die Ärztehonorare möglichst rasch zu beenden. Mit Blick auf die Erfahrungen aus den wochenlangen Tarifstreitigkeiten bei den angestellten Krankenhausärzten im Jahr 2006 empfahl er den Parteien eine schnelle Einigung, denn: „Je länger der Konflikt dauert, desto mehr heizt das die Stimmung an“, warnte er beim Sommerempfang von Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung Nordrhein in Düsseldorf.  Auch sei es damals für die Arbeitgeber richtig teuer geworden. Seinem Gespür nach habe die gesamte Ärzteschaft ein „totales Verständnis“ dafür, was bei den niedergelassenen Ärzten derzeit passiere.

Nordrhein-Westfalen leide unter einer besonderen Benachteiligung, was die Honorierung der Ärzte im ambulanten Bereich betreffe, kritisierte Henke.  „Die Finanzkraft der Arztpraxen sollte ordentlich genug sein, um die Patienten ordentlich zu versorgen“, sagte der Kammerpräsident. 

Honorarstreit: Ärzte wollen aus Protest ihre Praxen schließen

Im Honorarstreit zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenkassen sprechen sich 75 Prozent der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, die sich an der Urabstimmung über Protestmaßnahmen beteiligt haben, dafür aus, ihre Praxen zu schließen. Das ergab die Auswertung einer bundesweiten Befragung der Koordinierungsstelle der ärztlichen Berufsverbände.

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Die Ge­sund­heits­mi­nis­terin des Landes Nordrhein-Westfalen, Barbara Steffens (Bündnis 90/Grüne), habe daher auch zugesagt, dass es eine Konvergenz geben müsse, damit der Abstand zwischen den ärztlichen und psychotherapeutischen Honoraren in den Regionen Nordrhein und Westfalen vom Bundesdurchschnitt aufgehoben werde.

Die beiden KVen des Bundeslandes machen mit einer eigenen Website auf die Problematik der ambulanten Versorgung aufmerksam (http//www.konvergenz-jetzt.de). © KBr/aerzteblatt.de

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