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Höhere Standards für Biomaterialbanken gefordert

Donnerstag, 13. September 2012

Bonn/Mannheim – Labormediziner haben höhere Standards für Biomaterialbanken gefordert. Minderwertige Proben trügen dazu bei, Forschungsergebnisse zu verfälschen und schadeten damit letztlich den Patienten, kritisierten die Experten der Deutschen Vereinten Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) im Vorfeld Jahrestagung Ende September in Mannheim.

„Entscheidend für die wissenschaftliche Bedeutung und den materiellen Wert einer Biomaterialbank sind die funktionelle und strukturelle Unversehrtheit der Biomoleküle der dort gelagerten Proben – doch die Qualität der Biomaterialien ist äußerst heterogen“, erläuterte Wolfgang Kaminski, Bereichsleiter für spezielle Hämatologie, spezielle Hämostaseologie und POCT des Instituts für Klinische Chemie am Universitätsklinikum Mannheim.

Qualitätsmanagement rücke in der biomedizinischen Forschung immer stärker in den Fokus, denn Biobanken mit minderwertiger biomolekularer Probenqualität kompromi­ttierten wissenschaftliche Analyseergebnisse, sagte der Wissenschaftler. Diese könnten anschließend zu Fehlentwicklungen führen, ganz abgesehen vom finanziellen Schaden für die Volkswirtschaft.

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Allerdings hätten Biomaterialbanken bis dato lediglich ihre Prozeduren zur Proben­gewinnung und -verarbeitung standardisiert und die Abläufe bei der Probeneinlagerung automatisiert. „Es muss gesichert sein, dass wir die biomolekulare Qualität einer Probe tatsächlich beurteilen können“, forderte Kaminski. © hil/aerzteblatt.de

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