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Zahl der Augenarzt-Patienten steigt bis 2030 um mehr als ein Drittel

Freitag, 14. September 2012

dpa

Berlin – Bis 2030 wird der ophthalmologische Behandlungsbedarf um 35 Prozent ansteigen. Das geht aus dem neuen Weißbuch der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) hervor, das erstmals die augenärztliche Versorgungssituation in Deutschland für die Jahre 2010 und 2030 untersucht hat. 

Da sich viele Augenerkrankungen besonders im höheren Alter einstellen, ist die Ophthalmologie stärker als andere medizinische Fächer vom demografischen Wandel betroffen. Jeder zweite 70- bis 80-Jährige suchte im Jahr 2010 einen Augenarzt auf. Während die Quote der Patienten mit 60 und mehr Lebensjahren in der ambulanten augenärztlichen Versorgung 1997 noch 42,8 Prozent betrug, waren es 2010 bereits 56,7 Prozent. Zwischen 2005 und 2010 stieg die Anzahl der Augenoperationen in Kliniken allein um zwanzig Prozent.

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Zugleich schrumpfte der Anteil der Einzelpraxen um 25 Prozent, die stationären Bettenkapazitäten um 30 Prozent. Laut Weißbuch entfallen auf jeden ambulanten Augenarzt im Schnitt heute 5.459 Patientenkontakte im Jahr. „Die Augenärzte arbeiten am Limit“, unterstrich Studienautor Christian Wolfram im Vorfeld des 110. DOG-Kongresses.

Bis zum Jahr 2030 geht die DOG allein in der Altersgruppe der über 60-Jährigen von mindestens 7,7 Millionen zusätzlichen Behandlungsfällen aus. Dies sei ohne eine Aufstockung der gegenwärtigen Ressourcen nicht zu bewältigen, mahnt die Fachgesellschaft.

Das von der DOG initiierte „Weißbuch zur Situation der ophthalmologischen Versorgung in Deutschland“ basiert auf Daten zur medizinischen Versorgungssituation, Literaturrecherchen, Expertenbefragungen und einer Online-Umfrage unter Augenärzten in Deutschland mit mehr als 1.300 Teilnehmern. © hil/aerzteblatt.de

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