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Medizin

Adipo­sitas-Chirurgie: Patient gesund, aber unglücklich

Mittwoch, 19. September 2012

dpa

Salt Lake City/Melbourne – Die bariatrische Chirurgie kann in einer aktuellen prospektiven Kohortenstudie erneut gute objektive Langzeitergebnisse vorweisen. Auch sechs Jahre nach der Operation sind viele Patienten ohne Diabetes, Hypertonie und Dyslipidämie. Die Publikation im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2012; 308: 1122-1131) dokumentiert aber auch eine erhöhte psychische Belastung bis hin zum Suizid.

Ted Adams von der University of Utah School of Medicine in Salt Lake City konnte 387 von 418 Patienten nachuntersuchen, die zwischen Juli 2001 und Juni 2011 einen Roux-en-Y-Magenbypass erhalten hatten. Der Eingriff verkleinert den Magen auf einen minimalen Pouch und verkürzt durch den „Kurzschluss“ mit einer hochgezogenen Dünndarmschlinge die Resorptionsstrecke des Darms beträchtlich, zumal die Verdauungssäfte des Duodenums dem Speisebrei erst relativ spät über eine Anastomose zugeführt werden.

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Zwei Jahre nach der Operation hatten die extrem adipösen Patienten (BMI 35 oder höher) knapp 35 Prozent ihres Körpergewichts verloren. Sie konnten ihr neues Gewicht in den Folgejahren in etwa halten. Laut Adams wogen die Teilnehmer sechs Jahre nach der Operation noch immer 27,7 Prozent weniger als vor dem Eingriff: 96 Prozent hatten mindestens 10 Prozent abgenommen, bei 76 Prozent waren es 20 Prozent oder mehr. Eine solche Gewichtsreduktion schaffen ohne Operation nur wenige Patienten. In zwei Vergleichsgruppen von Patienten, die sich gegen die Operation entschieden hatten, oder aus einer anderen bevölkerungsbasierten Kohorte ausgewählt worden waren, kam es denn auch zu keiner Gewichtsabnahme.

Die Gewichtsreduktion nach der Operation oder besser die veränderte Energiebilanz hat dazu geführt, dass viele Patienten auf Dauer von ihrem Diabetes befreit wurden. Die Remissionsrate betrug auch nach 6 Jahren noch 62 Prozent (gegenüber 8 Prozent in der Kontrollgruppe ohne Operation). Auch die Zahl der Diabetesneuerkrankungen war mit 2 Prozent (gegenüber 17 Prozent und 15 Prozent in den beiden Kontrollgruppen) gering. Ähnliche Erfolge wurden auch bei der Hypertonie sowie den Cholesterin- und Triglyzeridwerten erzielt. Die kardiovaskulären Risikoprofile der Patienten haben sich laut Adams deutlich verbessert.

Dem stand erwartungsgemäß eine nicht ganz geringe Rate von chirurgie-bedingten Hospitalisierungen (7,9 Prozent versus 3,9 und 2,0 Prozent in den beiden Kontrollgruppen) gegenüber. Auffällig war auch, dass sich vier Patienten seit der Operation das Leben genommen haben, zwei weitere starben an Vergiftungen. Hinzu kommen drei ungeklärte Todesfälle. Das macht insgesamt 9 von 12 Todesfällen und stellt einen signifikanten Anstieg gegenüber den beiden Vergleichsgruppen dar, in denen es keine Suizide, nur eine Vergiftung und einen unklaren Todesfall gegeben hat. Die Gesamtzahl der Todesfälle war in allen drei Gruppen gleich.

Einen weiteren Hinweis auf die psychische Befindlichkeit lieferte der Fragebogen zur Lebensqualität. In der mentalen Komponente kam es bei den Operierten zu einem Abfall, dem allerdings ein starker Gewinn in der körperlichen Komponente gegenüber stand. Auch die Gesamtlebensqualität der Patienten war besser. Dennoch scheint das Leben mit dem Magenbypass, der neue Ernährungsgewohnheiten erzwingt, nicht ohne Folgen für die mentale Gesundheit zu bleiben.

Eine weniger intensive Variante der bariatrischen Operation ist die Anlage eines adjustierbaren Magenbands, mit dem sich das Magenreservoir verkleinern lässt. Die Auswirkungen auf das Körpergewicht sind in der Regel geringer als nach einem Roux-en-Y-Magenbypass. In einer randomisierten Studie des Baker IDI Heart and Diabetes Institute in Melbourne verloren die adipösen Patienten (Ausgangs-BMI über 35) aber immerhin 20 Prozent ihres Körpergewichts.

Alle Teilnehmer litten an einem Schlafapnoe-Syndrom. Die Ärzte hatten ihnen zu einer CPAP-Beatmung geraten. Von den 60 Patienten unterzog sich die Hälfte einer bariatrischen Operation, die anderen nahmen an einer intensiven Diätberatung teil. Die Teilnehmer der Diätgruppe verloren im Durchschnitt nur 2,9 Prozent ihres Gewichts.

Dies reichte allerdings aus, um den Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) von 57,2 auf 43,2 Ereignisse pro Stunde zu senken. Die Operation war hier etwas erfolgreicher: Der AHI sank von 65,0 auf 39,5 Ereignisse pro Stunde. Der Unterschied war allerdings nicht signifikant, so dass die Studie nach Ansicht von John Dixon und Mitarbeiter nicht beweisen kann, dass eine Magenverkleinerung das Schlafapnoe-Syndrom lindert. © rme/aerzteblatt.de

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jassan
am Samstag, 17. August 2013, 10:21

Schnaps

Hilft eigentlich Schnaps bzw. Kräuterbitter oder Kräuterlikör bei der Verdauung? Wenn ja, hilft der Alkohol oder helfen die Kräuter? Welche Verdauungsschnäpse sind am besten?
Was ist eure Meinung? Ich finde Bitterstern - Kräuterbitter ganz toll - ist ein außergewöhnlich hochwertiger Gewürz - Kräuterbitter, der auf Grundlage einer alten Klosterrezeptur aus dem Umfeld der heiligen Hildegard von Bingen und wurde für die Bedürfnisse der heutigen Zeit auf 18 Kräuter erweitert. [url=http://www.ng-versand.com/Sonstiges/Bitterstern-Kraeuterbitter-50-ml::50.html]Bitterstern Kräuterbitter von Laetitia[/url] heisst es genau.
LNS

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