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Ultraschall bei Abklärung anhaltender Lymphknoten­schwellungen sinnvoll

Donnerstag, 20. September 2012

© Fotolia

Davos – Auf die Möglichkeiten einer Ultraschalluntersuchung bei anhaltender Lymph­knotenschwellung hat die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) hingewiesen. Mit Beginn der Erkältungszeit im Herbst entwickelten viele Menschen tastbare Knoten am Hals. „Am häufigsten sind grippale Infekte oder leichte Entzündungen die Ursache für geschwollene Lymphknoten“, erklärt Stefan Delorme, Präsident der DEGUM und stellvertretender Abteilungsleiter der Abteilung Radiologie am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKZF) in Heidelberg.

Dennoch sollten Betroffene geschwollene Lymphknoten beobachten und nach spätes­tens drei bis vier Wochen einen Arzt aufsuchen, falls sie nicht abschwellen oder sogar an Größe zunehmen. Bei der Diagnostik erfrage der Arzt zunächst die Krankheits­geschichte des Patienten, taste den Knoten ab und erstelle ein Blutbild: „Von Krebs befallene Lymphknoten sind typischerweise schmerzlos, oft hart und wachsen weiter“, so Delorme. Bei einer akuten Infektion hingegen sei ein geschwollener Lymph­knoten frei beweglich, weniger fest und häufig schmerzhaft.

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Um ein genaueres Bild zu bekommen, empfiehlt die DEGUM eine Ultraschall­unter­suchung. Hierbei ergebe sich häufig, dass der Lymphknoten typische Merkmale einer Entzündung aufweise, also eine ovale oder Spindelform, eine erhaltene Architektur und ein normales Gefäßmuster.

Delorme betont: „In solchen Fällen ist es gerechtfertigt, zunächst abzuwarten und den Befund zu kontrollieren, ohne gleich eine Probe entnehmen zu müssen.“ Anders verhalte es sich, wenn der Lymphknoten mehr als einen Zentimeter dick sei, eine runde Form und ein abnormes Gefäßmuster oder Verkalkungen zeige. Solche Befunde seien verdächtig auf einen Tumorbefall.

„Dass auch mit dem Ultraschall Fehleinschätzungen möglich sind, versteht sich, deshalb sind auch bei wenig verdächtigen Befunden Verlaufskontrollen erforderlich“, ergänzt der DEGUM-Präsident. Gleichwohl sei zur Einschätzung tastbarer Lymphknotenschwellungen der hochauflösende Ultraschall der Computertomographie und der Magnetresonanz­tomographie überlegen, so Delorme. © hil/aerzteblatt.de

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