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Politik

IQWiG fordert keine Studien mit „unbehandelten Glaukompatienten“

Donnerstag, 20. September 2012

Köln – Einer irreführenden Berichterstattung zum Thema Glaukomvorsorge ist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) entgegengetreten. In den vergangenen Tagen hatten Tageszeitungen aufgrund einer Pressemitteilung der wissenschaftlichen Fachgesellschaft der Augenheilkunde berichtet, das IQWiG fordere, „dass zunächst durch Vergleich mit unbehandelten Glaukom­patien­ten belegt werden müsse, dass (mit der ‚Glaukomvorsorge') Erblindungen verhindert werden.“

„Eine solche Forderung hat das Institut jedoch nie erhoben“, stellte das IQWiG jetzt klar. Früherkennungs-Studien mit Glaukompatienten, also Menschen, bei denen ein Glaukom bereits diagnostiziert wurde, wären unsinnig und überdies unethisch, wenn man den Patienten die Behandlung verweigern würde, so das Institut.

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Auf der vom IQWiG geführten Webseite gesundheitsinformation.de veröffentlichte Informationen zum Grünen Star und seiner Früherkennung stellten vielmehr fest, dass Studien fehlten, aus denen sich zuverlässig ableiten lasse, für wen welche Glaukom­vorsorge mehr Vor- als Nachteile habe, betonte das IQWiG.

Zu derselben Schlussfolgerung kommen laut dem Institut auch andere unabhängige nationale und internationale Institutionen und Wissenschaftlergruppen. Die IQWiG-Texte basierten auf diesen Quellen und seien jeweils benannt. © hil/aerzteblatt.de

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