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Studentenwerk drängt auf mehr soziale Gerechtigkeit beim Studium

Freitag, 21. September 2012

dpa

Berlin – Eine gemeinsame Initiative von Bund und Ländern zur sogenannten sozialen Öffnung der deutschen Hochschulen hat das Deutsche Studentenwerk (DSW) gefordert. „Wie vieler Studien bedarf es noch, die nachweisen, wie sozial selektiv das deutsche Hochschulsystem ist? Die Studien liegen auf dem Tisch, jetzt muss gehandelt werden“, sagte der DSW-Präsident Dieter Timmermann.

Er betonte, Deutschland könne es sich nicht leisten, dass Kinder aus bildungsfernen Haushalten vor einem Studium zurückschrecken. „Wir brauchen die Talente aus allen Gruppen unserer Gesellschaft“, ist Timmermann überzeugt. Dies sei allerdings „eine Herkulesaufgabe, die einen langen Atem erfordert und auf jeder Stufe des Bildungs­systems ansetzen muss“, erklärte er.

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Der DSW-Präsident verwies auf zwei aktuelle Studien zum Thema: Die Studie „Aufstiegs­angst?“ der vodafone-Stiftung lege dar, dass die Studierneigung von Kindern aus bildungsfernen Familien stark rückläufig sei. Aus dem neuen OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick 2012“ gehe hervor, dass Deutschland bei den Bildungsausgaben in Relation zum Bruttoinlandsprodukt noch immer im Schlussfeld der OECD-Staaten liege.

Das DSW fordert, das Studierenden-BAföG regelmäßig zu erhöhen und das Schüler-BAföG wieder einzuführen. „Bereits in den Schulen muss über den Wert und die Kosten eines Studiums intensiver aufgeklärt und informiert werden. Und gerade die Studienfinanzierungsberatung muss bereits in der Schule ansetzen“, so Timmermann. © hil/aerzteblatt.de

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