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Politik

DIMDI soll anonymisierte Versichertendaten aufbereiten

Freitag, 21. September 2012

Köln – Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) soll eine genauere Analyse des Versorgungsgeschehens in Deutschland leisten. Dazu wird es bestimmte Versichertendaten der gesetzlichen Krankenkassen aufbereiten. Das DIMDI übernimmt diese Aufgabe als öffentliche Stelle mit der kürzlich in Kraft getretenen Verordnung zur Umsetzung der Vorschriften über die Datentransparenz im Gesundheits­wesen – die sogenannte Datentransparenzverordnung.

Das Institut soll ausgewählte Versichertendaten unter anderem zu ambulanten und stationären Behandlungen sowie zur Arzneimittelversorgung auswerten. Diese Angaben erhält das Bundesversicherungsamt laut DIMDI bereits jetzt in verschlüsselter Form von den Krankenkassen für den Risiko­struk­tur­aus­gleich. Das DIMDI werde die jährlichen Daten künftig erneut verschlüsseln und über mehrere Jahre zusammenführen.

Welche Institutionen künftig Daten für welchen Zweck erhalten dürfen, regelt der Paragraf 303a bis 303e des Fünften Sozialgesetzbuches. Nutzungsberechtigt sind unter anderen bestimmte Einrichtungen der Krankenkassen, der Gemeinsame Bundes­ausschuss, Interessenvertretungen der Patienten und der Leistungserbringer auf Bundesebene sowie Institutionen der Forschung und Gesundheitsberichterstattung. Sie dürfen die Daten zum Beispiel nutzen, um das Versorgungsgeschehen zu analysieren, die Qualität der Versorgung zu verbessern oder Leistungsressourcen zu planen.  

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Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr (FDP) begrüßte dies als „Grundstein für die Nutzung ausgewählter Leistungs- und Abrechnungsdaten der Krankenkassen insbeson­dere für Analysen des Versorgungsgeschehens im Rahmen der Versorgungsforschung und für Steuerungsaufgaben in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung.“ © hil/aerzteblatt.de

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