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Ärzte und Gesundheits­organisationen für Anti-Rauchgesetz in NRW

Montag, 24. September 2012

dpa

Düsseldorf – Nordrhein-Westfalen (NRW)  sollte ein striktes Anti-Rauchgesetz bekommen. Dafür haben die Deutsche Krebshilfe, die beiden nordrhein-westfälischen Ärztekammern, das Aktionsbündnis Nichtrauchen und die Deutsche Herzstiftung plädiert. Anlass ist die Beratung eines Gesetzentwurfes, den die Landesregierung im Sommer vorgelegt hat und der nun im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Düsseldorfer Landtags beraten wird.

„Die Neufassung des Nichtraucherschutzgesetzes in NRW ist zwingend notwendig“, forderte Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. In dem Bundesland werde heute noch in mehr als 80 Prozent der Kneipen und Bars geraucht. Auch bei Brauchtums- und Festveranstaltungen wie dem Kölner Karneval oder bei Schützenfesten werde in den Veranstaltungshallen geraucht – selbst in Anwesenheit von Kindern. „Ermöglicht wird das durch die vielen Ausnahmen und Schlupflöcher, die das derzeit geltende Landesgesetz zulässt. Hier ist der Gesetzgeber gefordert, endlich zu handeln“, so Nettekoven.

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Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, wies auf die gesundheitlichen Folgen des Passivrauchens hin: „Mitarbeiter von Raucherkneipen müssen ihre tägliche Arbeit in einer giftigen Atmosphäre verrichten, wie sie an keinem anderen Arbeitsplatz toleriert würde“, sagte er.

„Wir konnten kürzlich in einer Studie zeigen, dass Rauchverbote in öffentlichen Gebäu­den und in der Gastronomie zum Rückgang von Herzinfarkten und ihren Vorstufen führen“, sagte Helmut Gohlke, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung und Mitglied des Aktionsbündnisses Nichtrauchen. Auch weltweite Studien belegten diesen Trend. „Wir appellieren daher an die Verantwortlichen in NRW, ein konsequentes Nichtraucher­schutzgesetz wie in Bayern einzuführen. Denn nur so kann die Gesundheit der Bevöl­kerung effektiv geschützt werden“, so Gohlke weiter. © hil/aerzteblatt.de

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