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Neue Zertifizierungs­kriterien für Stroke Units

Dienstag, 25. September 2012

dpa

Berlin – Neue Kriterien zur Zertifizierung von Stroke Units hat die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) vorgelegt. „Die aktuellen Anforderungen erhöhen erneut die Quali­täts­standards und fordern die Betreiber auf, über die Minimalvorgaben hinauszugehen“, sagte Otto Busse, Generalsekretär der DSG. Er betonte, die bislang über 200 Stroke Units in Deutschland seien für die Versorgung von Schlaganfallpatienten unverzichtbar.

Im neuen Kriterienkatalog hebt die Fachgesellschaft beispielsweise die Zahl der jähr­lichen Thrombolysen an, die eine Einrichtung nachweisen muss, um zertifiziert zu werden. Auch für die Personalberechnung hat die DSG die Kriterien präzisiert. Neu an den Zertifizierungskriterien ist die Unterscheidung zwischen relevanten Minimalfor­derungen und zusätzlichen Empfehlungen.

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„Wir wollen die Betreiber der Stroke Units ermuntern, die Mindestanforderung zu über­schreiten und gezielt und kreativ über diese hinauszugehen“, erklärte Busse. Wer den Empfehlungen folge, organisiere zusätzliche Fortbildung der Mitarbeiter, erarbeite wirk­same Standards zur Beschleunigung der Lysetherapie, verbessere die Kommun­ikation zwischen Rettungsdienst und Stroke Unit oder optimiere das Verlegungsmanagement.

In Deutschland erleiden jedes Jahr mehr als 260.000 Menschen einen Hirninfarkt. Schätzungen gehen davon aus, dass bundesweit mehr als zwei Drittel der akuten Schlaganfallpatienten in zertifizierten Stroke Units behandelt werden. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #109088
Paschen_
am Mittwoch, 26. September 2012, 13:46

Thrombolysemindestzahl sinnvoll?

Zur Zeit wird intensiv diskutiert, dass Mengenanreize in der Chirurgie, sei es bei Transplantationen oder Gelenkoperationen, zu Fehlentwicklungen führen können.
Bleibt zu hoffen, dass die Indikation zur Thrombolyse auch künftig davon abhängt, dass sie dem Wohle des Patienten dient und nicht dem Wohle des Zentrums, welches eine Zertifikathürde überwinden muss.
LNS

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