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Politik

E-Health-Initiative: Planungsstudie zur Interoperabilität vergeben

Mittwoch, 26. September 2012

Berlin – Mit Einführung der elektronischen Gesundheitskarte wird derzeit eine Telematik­infrastruktur aufgebaut, die für die Kommunikation im Gesundheitswesen als Basis dienen soll. Für bereits bestehende und sich weiter entwickelnde E-Health-Anwen­dungen, wie etwa Anwendungen der Telemedizin, müssen die Rahmen­bedingungen so gestaltet werden, dass vor allem die sektorenübergreifende Zusammenarbeit weiter verbessert wird.

Zurzeit gibt es eine Vielfalt von IT-Systemen in Arztpraxen, Krankenhäusern, Apotheken und Rehabilitationskliniken, die oftmals nicht effizient miteinander  kommunizieren können. Um fachgebiets- und sektorenübergreifende Versorgungsprozesse zu ermöglichen und Insellösungen entgegenzuwirken, hat das Bundesministerium für Gesundheit daher eine „Planungsstudie Interoperabilität“ in Auftrag gegeben.

Die Planungsstudie ist Bestandteil der Arbeiten der vom BMG Mitte 2010 gegründeten E-Health-Initiative. Diese wird von allen Spitzenorganisationen der Selbstverwaltung und den betroffenen Unternehmensverbänden getragen und zielt darauf ab, Umsetzungs­hemmnisse für E-Health-Anwendungen abzubauen. „Die breite Unterstützung der Selbstverwaltung und der Unternehmensverbände macht deutlich, dass alle erkannt haben, wie wichtig diese Zukunftsaufgabe ist“, erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin im BMG, Ulrike Flach, MdB, zur Vergabe der Studie.

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Bis Juli 2013 sollen im Rahmen der Planungsstudie Verfahrens- und Strukturvorschläge erarbeitet werden, die aufzeigen, mit welchen Maßnahmen geeignete Interoperabilitäts­vorgaben für das Gesundheitssystem weiterentwickelt werden können. Dabei werden auch europäische und internationale Ideen einbezogen.

Die Durchführung der Planungsstudie übernimmt das Beratungsunternehmen BearingPoint, unterstützt durch Experten des Fraunhofer Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS). Der Gesamtprozess der Planungsstudie, in den neben den Spitzenorganisationen der Selbstverwaltung und den maßgeblichen Unternehmensverbänden auch Patientenvertreter einbezogen werden sollen, „soll für die Beteiligten im Rahmen eines in einem offenen und transparenten Verfahrens“ stattfinden, heißt es in einer Presseerklärung des Ministeriums. © KBr/aerzteblatt.de

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