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Standards für Hyperthermie in der Krebstherapie erstellt

Montag, 1. Oktober 2012

Berlin – Eine neue Leitlinie standardisiert die Regeln für die sogenannte regionale Tiefenhyperthermie. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) hingewiesen. Die Leitlinie ist in der Zeitschrift „Strahlentherapie und Onkologie“ erschienen (2012; 188: 198–211).

„Es ist seit Längerem bekannt, dass Krebszellen hitzeempfindlicher sind als gesunde Zellen“, sagte DEGRO-Präsident Jürgen Dunst, Direktor der Klinik für Strahlentherapie am Universitätsklinikum in Lübeck. Eine Erwärmung auf 42 bis 43 Grad Celsius lasse die Zellen absterben. Außerdem setzten die Zellen Hitzeschockproteine frei, die das Immunsystem alarmierten und damit die körpereigene Krebsabwehr stimulierten. „Für eine klinische Wirkung reicht die alleinige regionale Tiefenhyperthermie zwar in der Regel nicht aus“, sagt Dunst. In Kombination mit einer Strahlen- oder Chemotherapie sei jedoch eine Antikrebswirkung zu erwarten.

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Aber ohne feste Standards für Geräte, Auswahl und Vorbereitung der Patienten, Ablauf der Behandlung, Temperaturmessung und Qualitätssicherung, Kontrolle und Dokumentation von Wirkungen und Nebenwirkungen seien keine Erfolge möglich, betonte Dunst. „Die DEGRO begrüßt deshalb, dass sich die Behandlungszentren auf eine einheitliche Leitlinie verständigt haben“, sagte der DEGRO-Präsident.

Eine Wärmebehandlung dauert nach einer etwa 20- bis 30-minütigen Aufwärmphase jeweils 60 Minuten. Die Wärme wird direkt im Gewebe erzeugt. Dies geschieht durch elektromagnetische Wellen, die über antennenartige Applikatoren von außen in den Tumor geleitet werden. Während der Behandlung liegt der Patient in einem sogenannten Ringapplikator, der die Wirkung auf den Tumor fokussiert.

Allerdings weist die Fachgesellschaft darauf hin, dass der genaue Stellenwert der Therapie noch nicht feststehe.   © hil/aerzteblatt.de

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